Grüne: Junge Wilde kommen

Trotz Haus-Verbot ins Parlament

02.12.2012

Die neue Grünen-Hoffnung, Ex-ÖH-Chefin Sigrid Maurer, kommt ins Parlament.

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Die neue Grünen-Hoffnung, Ex-ÖH-Chefin Sigrid Maurer, kommt ins Parlament. Dabei hatte sie dort ein 18-monatiges Hausverbot – weil sie eine Budget-Debatte störte.

Knalleffekt bei den Grünen: Während sich „Alte“ wie Peter Pilz (Platz 4 mit nur 60 %,) oder Sozialsprecher Karl Öllinger (keinen Listenplatz) am Bundeskongress mühten, waren die junge Wilden auf dem Vormarsch.

Ex-ÖH-Chefin Sigrid Maurer (27) stach sieben Männer aus und bekam für die Nationalratswahl 2013 Listenplatz 6: Sie wird damit sicher ins Parlament einziehen. Einen guten Platz (Nr. 8) erreichte auch der Wiener Bezirksrat Julian Schmid (23), der einer der jüngsten Mandatare werden könnte.

Maurers Kür ist brisant – hatte sie doch 2010 gegen das Sparpaket im Parlament demonstriert – und war deshalb mit einem 18-monatigen Hausverbot belegt worden. Gegenüber ÖSTERREICH erklärte Maurer deshalb ihre Kür sei „schon eine Genugtuung“ gewesen. Sie werde sich auch nach ihrem Einzug ins Parlament nicht ändern: „Ich bin sowieso der Meinung, dass es in der Politik mehr Aktionismus geben sollte.“ Jung-Bezirksrat Schmid wiederum sieht bei den Grünen einen „Wind der Verjüngung“, der ihm ein Mandat beschert haben könnte.

Peter Pilz nicht mehr im Parteivorstand der Grünen
Der Jungen Freud, der Alten Leid: Pilz verzichtet am Sonntag nach seinem nicht eben überzeugenden Wahlergebnis darauf, für den Bundesvorstand zu kandidieren. Grünen-Chefin Eva Glawischnig wurde indes mit 93,4 Prozent klar wiedergewählt.

G. Schröder
 

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