Schwarz-roter Krimi

Umfrage: ÖVP stürzt auf Platz 3 ab, SPÖ-Babler im Aufwind

22.06.2023

Nach einem kurzen Hoch im Zuge der SPÖ-Krise rutscht die ÖVP wieder ab.

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Wien. Die VP-Hoffnung, wonach die SPÖ mit Parteichef Andreas Babler mit einem strammen Linkskurs unter die 20-%-Marke fallen werde – nun, diese Hoffnung scheint sich vorerst nicht zu erfüllen. In der aktuellen Lazarsfeld-Umfrage für ÖSTERREICH (2.000 Befragte vom 19. bis 21. Juni, max. Schwankung 2,2 %) ist es nicht die SPÖ, die mit sinkenden Werten zu kämpfen hat.

20-%-Marke. Es ist vielmehr die Kanzlerpartei, die aktuell zwei Prozentpunkte verliert. War man vor einer Woche noch bei 23 % gleichauf mit Bablers Roten gelegen – so erreicht die ÖVP aktuell nur 21 %. Das ist klar Platz 3 – mit Trend zur 20-%-Marke, die nicht mehr weit entfernt ist. Dabei attackiert ÖVP-General Christian Stocker Babler bei jeder Gelegenheit frontal. Kanzler Karl Nehammers Werte hingegen werden besser (s. u.).

© oe24

SPÖ stagniert. Die SPÖ kann zwar ihre 23 % von der vergangenen Woche halten – vom Fleck kommt aber auch Bablers Truppe trotz aller populistischer Ansagen vorerst nicht.

FPÖ lässt nach. Doch auch die Spitzenreiterin, die FPÖ, kann sich nicht uneingeschränkt freuen: Ja, 27 % sind klar Platz 1 vor der SPÖ, doch vor einer Woche hatte der Vorsprung zur SPÖ noch 5 Punkte betragen.

Neos steigen auf. Die Neos können übrigens um 2 Punkte zulegen, bei 11 % ziehen sie mit den Grünen gleich, die diesen Wert in dieser Woche halten.

Blau-Schwarz aktuell ohne Mehrheit. Die Verluste der ÖVP führen dazu, dass es im Parlament keine Mehrheit für Blau-Schwarz gäbe – denn mit 4 % würde es auch eine Linkspartei wie die KPÖ+ ins Parlament schaffen.

Kanzlerfrage: Nehammer erholt sich

 

Während die ÖVP weiter abrutscht, sind die persönlichen Werte des Kanzlers im Steigen: 17 % würden Karl Nehammer derzeit an die Regierungsspitze wählen – das ist ein Plus von zwei Punkten. SPÖ-Chef Andreas Babler käme auf 15 % (–1), FPÖ-Chef Herbert Kickl behauptet mit 19 % Platz 1, verliert aber doch deutlich und fällt wieder unter die 20-%-Marke.

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