Beim Bundespräsidenten

UN-General appelliert in Wien an Obama

29.08.2013

Samstag verlassen die UN-Inspektoren Syrien. Damit wäre die Bahn frei für Militäraktion.

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Das aber will UN-Generalsekretär Ban Ki-moon unter allen Umständen verhindern. Bei seinem Kurzbesuch in Wien warnte er am Donnerstag vor einem Eingreifen ohne UNO-Mandat. „Die Krise soll mit friedlichen Mitteln beigelegt werden“, forderte er.

Erstmals nannte er auch den UN-Zeitplan für Syrien: „Bis Freitagabend laufen die Untersuchungen der Chemiewaffenexperten.“ Samstagfrüh werden die Inspektoren das Land verlassen: „Ihr Bericht wird den USA und ihren Verbündeten vorgelegt“, ergänzte er.

Druck
Donnerstagfrüh traf Ban Ki-moon zuerst VP-Außenminister Michael Spindelegger.

Am Rande des Gesprächs sickerte durch, dass US-Präsident Obama enormen Druck auf die UN ausgeübt hat. Er wollte, dass die Chemiewaffenexperten das Land früher verlassen.

Das lehnte der UN-General ab: „Ich habe mit Präsident Obama telefoniert“, so Ban Ki-moon. In dem Gespräch appellierte er an Obama, den UN-Bericht abzuwarten.
Nach dem Treffen mit Spindelegger erhielt Ban Ki-moon das „Goldene Ehrenzeichen“ der Stadt Wien. Vor seinem Rückflug nach New York konferierte er noch mit Präsident Fischer und Kanzler Werner Faymann.

 

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