Kind nicht über Unwahrheit aufgeklärt?
Van der Bellen und das Eisbären-Märchen
Das Bild von Alexander Van der Bellen mit dem Plüsch-Eisbären bei der UN Climate Change Conference COP 25 in Madrid hat eine Vorgeschichte. Diese wollte Österreichs Bundespräsident auf Twitter erklären - und sorgte damit für Gegenreaktionen und Kopfschütteln: "David, der Sohn einer Mitarbeiterin, war kürzlich bei uns im Büro. Als er die Kristallluster in der Wiener Hofburg sah, glänzten seine Augen. Aber er sagte auch zu mir: ,Wir müssen Strom sparen, sonst sterben die Eisbären.'" Deshalb hätte er, der Bundespräsident, diesen Plüsch-Eisbären zur Klima-Konferenz nach Madrid mitgenommen.
Es dauerte nur wenige Minuten, bis dieses Statement des Bundespräsidenten für einige Gegenreaktionen im Web gesorgt hat: So wurde deutlich kritisiert, dass die Verwendung heimischer Wasserkraft zur Stromerzeugung keinesfalls das Leben eines einzigen Eisbären in der nördlichen Polarregion gefährden könne. Und viele Social-Media-User waren sich einig: Das hätte Van der Bellen auch dem kleinen David erklären müssen, der ihn besucht hat.
So schrieb etwa Twitter-Userin Beate K.: "Bitte, Herr Bundespräsident, Sie haben sicher die Adresse des Buben. Wir dürfen Kinder nicht mit Falschinformationen verängstigen." Und Martin Sax schrieb zum VdB-Statement: "Man sieht, wie die Kinder von diesem Unsinn verunsichert werden." Und Aurvandil meinte: "Mit solchen Tweets werden Sie Ihre Glaubwürdigkeit nicht unbedingt steigern."
Interessant auch der Kommentar von Twitter-User Sascha D. zum VdB-Sager: "Und weil wir Strom sparen müssen, kaufen wir uns jetzt alle Teslas, damit den Eisbären nimmer kalt ist . . ."