Verband fordert
Mehrwertsteuer-Senkung auch für Kaffee und Tee
15.01.2026Die geplante Senkung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel sorgt bereits im Vorfeld für Diskussionen. Ab 1. Juli 2026 soll der Steuersatz von derzeit zehn auf unter fünf Prozent reduziert werden – ein Schritt, der Haushalte spürbar entlasten soll.
Der Österreichische Kaffee- und Tee-Verband fordert nun, Kaffee und Tee ausdrücklich in diese Maßnahme einzubeziehen.
Für einen Großteil der Bevölkerung gehören Kaffee und Tee zum täglichen Konsum. Viele Konsumentinnen und Konsumenten nehmen sie längst als Grundnahrungsmittel wahr. In Österreich kommt dem Kaffee darüber hinaus eine besondere kulturelle und soziale Bedeutung zu – im privaten Alltag ebenso wie in den Kaffeehäusern, die als Fixpunkte des gesellschaftlichen Lebens gelten.
"Fixer Bestandteil des täglichen Lebens"
„Kaffee und Tee sind fixer Bestandteil des täglichen Lebens. Wenn Grundnahrungsmittel steuerlich entlastet werden, muss diese Realität berücksichtigt werden“, betont Verbands-Geschäftsführerin Mag. a Tina Antonius.
Derzeit unterliegen Kaffee und Tee allerdings weiterhin dem regulären Mehrwertsteuersatz von 20 Prozent – im Gegensatz zu vielen anderen Produkten des täglichen Bedarfs. Gleichzeitig stehen die Preise entlang der gesamten Wertschöpfungskette unter massivem Druck. Vor allem die Kosten für Rohkaffee haben sich in den vergangenen Jahren stark erhöht. Ursachen sind der Klimawandel und die steigende globale Nachfrage. Diese Entwicklung gilt in der Branche als strukturell und nicht als kurzfristiges Marktphänomen.
Kosten abfedern
Eine Senkung der Mehrwertsteuer könnte laut Verband helfen, die steigenden Kosten zumindest teilweise abzufedern – sowohl für Konsumentinnen und Konsumenten als auch für die Gastronomie. Ziel sei es, den Zugang zu Kaffee und Tee leistbar zu halten und weitere Preisschübe zu vermeiden.
Der Österreichische Kaffee- und Tee-Verband appelliert daher an die Bundesregierung, Kaffee und Tee in den Warenkorb der geplanten Mehrwertsteuersenkung aufzunehmen und sie künftig wie andere Grundnahrungsmittel zu behandeln.