Wirtschaft empört

Volle Härte: 
Asyl-Lehrlinge 
fliegen raus

12.09.2018

Seit gestern ist der Erlass aufgehoben, der Asylwerbern erlaubt, eine Lehre zu beginnen. 

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© imago stock&people
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Kein Auge zudrücken will die Regierung bei jenen rund 350 Asylwerbern, die ­gerade eine Lehre in einem Mangelberuf absolvieren, aber bereits einen negativen Asylbescheid erhalten haben. Sie sollen fix abgeschoben werden – die von Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) in Aussicht gestellten Ausnahmen soll es nun doch nicht geben. Zudem wurde mit dem gestrigen Tag der SPÖ-Erlass aufgehoben, der solche Lehren für Schutzsuchende ermöglicht.

„Fehler“. Wirtschaftskammer-Generalsekretär Karlheinz Kopf (VP) „bedauert“ diese Entscheidung. Die WK Wien spricht gar von einem „schweren Fehler“. Um die Unternehmer zu besänftigen, hat die Regierung gleichzeitig ein Paket geschnürt, das dem Fachkräftemangel entgegenwirken soll:

  • Mangelberufe. So ist etwa eine Regionalisierung der Mangelberufsliste geplant.
  • Rot-Weiß-Rot-Karte. Sie soll „modernisiert“, bürokratische Hürden abgebaut werden.
  • Lehre. Wer Aufenthaltstitel wegen Schulbesuch hat, darf auch Lehre absolvieren (dual).
  • Arbeitslose Asylberechtigte. Auf sie will man bei der Jobinitiative den Fokus legen.
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