SPÖ-Diskussion

Voves wäre mit Kern "glücklich"

06.01.2015

Schockstarre in der SPÖ: Der Ex-Eishockey-Profi aus Graz foult den Kanzler brutal.

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© Kernmayer
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Der Querkopf aus der Steiermark hat wieder zugeschlagen. SPÖ-Landeshauptmann Franz Voves meldet sich in der Debatte, ob ÖBB-Chef Christian Kern als Kanzler tauge, lautstark zu Wort. „Ich halte ihn jedenfalls mit Sicherheit für politiktauglich“, sagt er in einem ORF-Interview.

Anstoß der Diskussion war das schlechte Parteitagsergebnis von Kanzler Werner Faymann Ende November. Kern wird immer wieder als Kanzler genannt. SPÖ-Nationalratspräsidentin Doris Bures hatte in der Folge gemeint, dass Kern zwar ein ­guter Bahnmanager, Politik aber „nicht seine Stärke“ sei.

Wahlen. Voves, der vor einer Landtagswahl steht, sagte am Dienstag dazu: „Ich bin mit Doris Bures gut befreundet, aber diese Aussage von ihr konnte ich nicht nachvollziehen. Wir sollten glücklich sein, wenn solche Leute überhaupt bereit wären, auch in der Demokratie politisch aktiv zu werden.“

Aus der Steirer-SPÖ ist zu hören, Voves habe sich auch persönlich angegriffen gefühlt. Schließlich sei er selbst als Manager der Merkur-Versicherung Quereinsteiger gewesen. Auch einer der erfolgreichsten Kanzler der 2. Republik – Franz Vranitzky – sei aus der Wirtschaft gekommen. Voves plädiert für eine „Öffnung“ der Partei. Man dürfe „keine Angst vor Quereinsteigern“ haben.

Kern sagte zu ÖSTERREICH: „Ich möchte diese Debatte nicht mehr kommentieren.“

Franz Voves über:

  • Christian Kern: „Ich halte ihn für politiktauglich. Wir sollten glücklich sein, wenn solche Leute politisch aktiv werden. Ich habe eine hohe Meinung von ihm.“
  • Öffnung: „Personen aus allen Zielgruppen der Gesellschaft sollten in der SPÖ einen Platz finden.“
  • Doris Bures: „Ich bin mit Doris Bures gut befreundet, aber diese Aussagen von ihr konnte ich leider nicht nachvollziehen.“
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