400 Mitarbeiter

Krankenkasse demonstriert vor ÖVP-Zentrale

12.12.2007

Rund 400 Mitarbeiter der Wiener Gebietskrankenkasse forderten von Gesundheitsministerin Kdolsky, das System zu sanieren.

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© WGKK
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Rund 400 Angestellte der Wiener Gebietskrankenkasse haben Mittwochfrüh auf der Straße ihrem Ärger auf die ÖVP Luft gemacht. In einer Protestaktion vor der Wiener Partei-Zentrale in der Lichtenfelsgasse wehrten sie sich gegen jüngste Inserate der Volkspartei mit dem Slogan "Die Wiener Gebietskrankenkasse gefährdet Ihre Gesundheit".

Retourkutsche
Die WGKK-Mitarbeiter versammelten sich mit Plakaten, auf denen "Die beste Krankensicherung ist solidarisch" und "Die ÖVP gefährdet das Gesundheitssystem" zu lesen stand. Dazu stellten sie ein Krankenhausbett auf. Ein als Sensenmann verkleideter Mann sollte verdeutlichen, "dass die ÖVP mit ihren Anzeigen den Tod des Gesundheitssystems fördert", so die Demonstranten.

Hausaufgaben
Die Kassenmitarbeiter finden, dass die politisch Verantwortlichen "ihre Hausaufgaben machen und das System sanieren" sollten. Manfred Wolf von der Gewerkschaft der Privatangestellten fragte in Richtung ÖVP-Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky und ÖVP-Finanzminister Wilhelm Molterer, wann die Kasse endlich die Maßnahmen abgegolten bekommt, die ihr "von der Politik aufs Auge gedrückt worden sind".

2,7 Prozent ihres Gesamtaufwands sind laut WGKK Verwaltungskosten: "Nennen Sie ein Unternehmen, dass so geringe Verwaltungskosten hat", so die Kassenvertreter.

Entschuldung muss kommen
Auch Staatsschuldenausschusschef Bernhard Felderer hat sich in der Debatte zu Wort gemeldet. Seiner Ansicht nach sollte bei den Krankenhäusern eingespart werden. Es müsse nicht jeder Bürgermeister trotz schlechter Auslastung ein Spital haben. Die von WGKK-Chef Franz Bittner geforderte Entschuldung durch den Staat wird es allerdings in irgendeiner Form wieder geben müssen, meint Felderer.

Ärzte orten Kaputtsparen
Die Wiener Ärztekammer warnt dagegen vor einem Kaputtsparen. Die Mediziner fürchten, dass die Leistungen massiv zurückgenommen werden - aufgrund des Sparkurses.

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