"Beschäftigten werden frei haben"

Zweiter ÖVP-Rebell gibt Karfreitag frei

03.03.2019

Nach Mödlings ÖVP-Bürgermeister Hans Stefan Hintner, stellt sich nun auch Eisenstadts Bürgermeister gegen die Parteilinie. 

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Burgenland. Jetzt will ein nächster ÖVP-Bürgermeister die neue Regierungs-Regelung zum Karfreitag nicht einhalten. Nachdem Mödlings ÖVP-Bürgermeister Hans Stefan Hintner bereits angekündigt hat, Karfreitag frei zu geben, stellt sich nun auch Eisenstadts Bürgermeister und ÖVP-Landesparteichef Thomas Steiner gegen die Parteilinie. Er erklärte in einer Aussendung, dass alle Mitarbeiter der Stadt am Karfreitag frei haben werden. 

"ÖVP-Burgenland steht hinter Karfreitags-Lösung"

Dennoch hat die burgenländische ÖVP am Sonntag betont, dass sie hinter der Karfreitag-Lösung der türkis-blauen Bundesregierung stehe. Dennoch mache sich die Volkspartei Burgenland dafür stark, dass bereits bestehende "besserstellende, EU-konforme Vereinbarungen" erhalten werden. Die Landes-SPÖ warf dem VP-Landesparteichef und Eisenstädter Bürgermeister Thomas Steiner indes vor, "fadenscheinig" zu agieren.
 
Niemand habe mit dem Urteil eine Freude, die Regierung habe rasch handeln müssen, habe dies auch getan und einen Kompromiss gefunden. "Hinter dieser Lösung steht auch die Volkspartei Burgenland", wurde mitgeteilt. Dennoch sollen beispielsweise Betriebsvereinbarungen oder Erlässe im öffentlichen Dienst, die allen Mitarbeitern bereits einen halben oder ganzen freien Tag gewähren, bestehen bleiben. "Eine derartige Regelung gibt es auch seit Jahrzehnten in der Landeshauptstadt", wurde festgehalten. Bürgermeister Steiner hat angekündigt, dass in Eisenstadt wie bisher alle Beschäftigten frei haben werden - ohne dafür einen Urlaubstag verwenden zu müssen.
 
Die SPÖ Burgenland sprach sich erneut für einen Feiertag für alle aus. Zum im Parlament beschlossenen "persönlichen Feiertag" meinte der sozialdemokratische Landesgeschäftsführer Christian Dax in einer Aussendung: "Wenn die ÖVP Burgenland wirklich hinter den evangelischen Christen und auf Seiten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer stehen würde, hätten die drei Nationalräte gegen diese unfaire Regelung stimmen müssen."
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