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Osttirol: Fünf Skigebiete, Sterne und Stille
16.02.2026Der Winter in Osttirol ist leise, intensiv und unverwechselbar: Fünf charakterstarke Skigebiete, breite Pisten, funkelnde Sternennächte und alpine Kulinarik.
Manchmal ist es ein Atemzug in klarer Bergluft, manchmal ein Teller dampfender Schlipfkrapfen (Tiroler Nudelspezialität) – und manchmal ein Blick hinauf in einen Sternenhimmel, wie man ihn längst vergessen glaubte. Der Winter in Osttirol entfaltet seine Faszination mit vielen kleinen Erlebnissen. Zwischen Lienzer Dolomiten und Großglockner entsteht ein Winterbild, das ebenso ursprünglich wie vielfältig ist – geprägt von 266 Dreitausendern, gelebter Tradition und überraschender Kulinarik.
Fünf Skigebiete, unendliche Freiheit
Im Mittelpunkt stehen fünf Skigebiete, die unterschiedlicher kaum sein ,und doch etwas gemeinsam haben: Raum. Durchschnittlich stehen jedem Skifahrer hier unglaubliche 10.000 Quadratmeter Piste zur Verfügung! Kein Gedränge, keine Hektik – stattdessen Weite, Aussicht und entspannte Schwünge. In Lienz-Zettersfeld, das nur zehn Minuten von der Sonnenstadt Lienz entfernt ist, erwartet Wintersportler ein Pistenparadies auf 1.672 bis 2.278 Metern. Sechs Aufstiegsanlagen erschließen 21 Pistenkilometer, darunter sonnige Abfahrten, eine permanente Riesentorlaufstrecke und einen Kinderbereich. Sieben Hütten sorgen für Einkehr und regionale Spezialitäten mit Dolomitenblick. Die Nähe zur Stadt macht das Skigebiet ideal für alle, die alpinen Sport mit urbanem Lifestyle verbinden. Ein Highlight sind die „SlopeSound“-Events und „Summit Sessions“, bei denen DJs und Live-Bands direkt auf der Piste spielen.
St. Jakob im Defereggental: Champagne-Powder in Osttirol
Mit 35 Pistenkilometern, eingebettet zwischen den höchsten Gipfeln Osttirols, zählt St. Jakob zu den schneereichsten Regionen der Alpen. Die Kombination aus niedrigen Temperaturen und Inversionslagen sorgt für extrem trockenen Pulverschnee – Champagne-Powder, wie man ihn sonst nur aus Nordamerika kennt. Die Sechser-Sesselbahn Leppleskofel bringt Skifahrer bis auf 2.700 Meter Höhe. Familien nutzen Funpark, Förderbänder und Skikindergarten, Profis genießen unpräparierte Hänge und breite Freeride-Zonen.
Großglockner Resort Kals–Matrei: Hochalpin und fordernd
Hochalpin und anspruchsvoll präsentiert sich Osttirols größtes Skigebiet Großglockner Resort Kals-Matrei mit 47,1 Pistenkilometern, 16 Aufstiegsanlagen und 270 Hektar Pistenfläche. Steile Abfahrten und breite Carvingpisten fordern Technik und Ausdauer. Vom Adlerhorst auf 2.421 Metern eröffnet sich der Blick auf über 60 Dreitausender, darunter den Großglockner. Drei vollbeschneite Talstrecken sichern Schneesicherheit bis Mitte April.
Golzentipp Obertilliach: Der perfekte Einstieg für Kinder
In Familienskigebiet Golzentipp in Obertilliach können kleine Skihelden ihre ersten Schwünge probieren. Ein Kinderland am Himbeergoll-Lift mit Wellenbahn, Schanzen und Figuren erleichtert den Einstieg. Die Skischule Obertilliach bietet Privat- und Gruppenunterricht, während der Skiverleih Sport Auer die passende Ausrüstung bereitstellt. Kompakt, sonnig und familiär – perfekt für Nachwuchssportler.
Sillian–Hochpustertal: Pistenkomfort trifft Freestyle
Und last but not least geht‘s nach Sillian ins Hochpustertal: Auf 1.000 bis 2.400 Metern verbindet Sillian Pistenkomfort mit Freestyle-Vergnügen. Ein moderner Funpark für Anfänger und Profis, lange Abfahrten und sonnige Hänge machen das Skigebiet ideal für Jugendliche, Familien und Genießer. Die Mischung aus österreichischer Präzision, italienischem Flair und entspannter Atmosphäre sorgt für abwechslungsreiche Wintertage ohne Gedränge.
Genuss mit Bodenhaftung
Wer sich tagsüber im Schnee verausgabt, darf sich abends belohnen. Osttirol serviert Winterküche von bodenständig bis hochprämiert: Schlipfkrapfen zählen ebenso dazu wie zwölf Restaurants, die zusammen mit 25 Gault&Millau-Hauben ausgezeichnet wurden. Regionale Produkte und kreative Handschrift prägen die Küche südlich des Alpenhauptkamms – ehrlich, kraftvoll und überraschend fein.
Wenn die Sterne den Ton angeben
Sobald die Sonne hinter den Bergen verschwindet, beginnt in Osttirol eine zweite Winterwelt. Kaum Lichtverschmutzung lässt echte Dunkelheit zu – mit einem Sternenhimmel, der die Milchstraße sichtbar macht. Zwischen Nationalpark Hohe Tauern, Dolomiten und Karnischem Kamm entfaltet die Nacht eine stille Intensität: beim Nachtlanglauf, beim Rodeln, beim Flutlichtskifahren oder auf einer Fackelwanderung am zugefrorenen Tristacher See.
Altes Brauchtum lebt weiter, etwa in den mystischen Raunächten oder beim Dorfrundgang mit dem letzten Nachtwächter Österreichs in Obertilliach. inklusive Laterne, Geschichten und dem Gefühl, dass Zeit hier anders vergeht.