Deutsche Bundesliga
Ilzers Hoffenheim fordert Bayern im deutschen Liga-Schlager
06.02.2026Das Spitzenspiel der deutschen Bundesliga geht am Sonntag (17.30 Uhr/live auf Sky) mit österreichischer Beteiligung über die Bühne. Spitzenreiter FC Bayern empfängt den Tabellendritten Hoffenheim mit dem steirischen Trainer Christian Ilzer und ÖFB-Linksverteidiger Alexander Prass.
Bei den Münchnern stieg Konrad Laimer am Mittwoch wieder ins Mannschaftstraining ein und könnte damit ein Thema für den Kader am Sonntag (ab 17.30 Uhr, HIER im Sport24-Liveticker) gegen die TSG sein. Der erste Bayern-Verfolger Dortmund tritt am Samstag in Wolfsburg an.
Sabitzer & Neuer fraglich
Beim BVB fehlt der im Aufbautraining befindliche Marcel Sabitzer, die Bayern bangen noch um den Einsatz von Harry Kane. Der Goalgetter war zuletzt erkrankt, absolvierte aber Teile der Freitag-Einheit. Dafür fehlte Goalie Manuel Neuer wegen eines Magen-Darm-Infekts. Auch Ilzer beklagt einige angeschlagene Spieler, gab sich aber dennoch erwartungsfroh. "Spiele gegen die Bayern sind immer etwas Besonderes, eine große Herausforderung. Die gehören zum Nonplusultra Europas."
Der Ex-Sturm-Meistertrainer sprach in diesem Zusammenhang von einer "David gegen Goliath"-Situation. "Wir sind sehr entspannt, aber auch sehr fokussiert. Wir haben dort nur zu gewinnen und werden definitiv, egal wie es ausgeht, sehr viel Lehrreiches für unseren weiteren Weg mitnehmen."
Hoffenheim bei Schießerei mit Buttermesser bewaffnet
Während Hoffenheim die vergangenen fünf Partien gewonnen hat, holten die Bayern aus den jüngsten beiden Runden nur einen Punkt. "Aber das ändert nichts daran, dass sie ein absolutes Topteam sind", betonte Ilzer. Seine Truppe befindet sich als Dritter auf Champions-League-Kurs, doch der Coach relativierte: "Wir mischen aktuell in Regionen mit, wo ich immer sage, wir sind Teil einer Schießerei, selbst aber nur mit einem Buttermesser bewaffnet."
Schicker vor dem Aus
Trotz der jüngsten Erfolge herrscht bei Hoffenheim Unruhe. Sportchef Andreas Schicker, Ilzers langjähriger Kompagnon, soll gerüchteweise am Montag abgelöst werden. Ilzer hat dazu eine klare Meinung. "Er stellt nicht nur für mich, sondern für die ganze Mannschaft die Rahmenbedingungen her, um erfolgreich zu sein. Dazu ist er ein Charakter, der Personen und Abteilungen verbindet. Wir sind im Haus eine große Familie mit einer gemeinsamen Identität geworden. Ich hoffe nicht, dass wir unseren gemeinsamen Weg an der Heimatfront kaputtmachen."
Auf die Frage an Ilzer, ob er den Verein im Falle eines Schicker-Abgangs verlassen würde, antwortete der 48-Jährige bei der Pressekonferenz: "Es kann sein. Ich kann nichts ausschließen, es hängt aber von vielen anderen Faktoren ab, und diese Faktoren werde ich hier nicht besprechen."