2. Bundesliga
»Rangnick ist die Quelle« – Schalke-Coach Muslic packt über sein großes Vorbild aus
28.01.2026Miron Muslic ist noch keine ganze Saison auf Schalke – und liefert schon die Schlagzeilen. Tabellenführer, 39 Punkte aus 19 Spielen, der Džeko-Transfer-Hammer – und jetzt dieses Bekenntnis: „Ralf Rangnick ist die Quelle.“
Zweitligist Schalke grüßt aktuell von der Tabellenspitze, die Euphorie ist zurück in Gelsenkirchen – und Trainer Miron Muslic liefert gleich die passende Erklärung mit. Der Erfolgscoach spricht offen über sein größtes Vorbild. Und das trägt einen Namen, der auf Schalke bis heute Gewicht hat: Ralf Rangnick.
»Ich habe Rangnick-Trainingsskizzen«
Schon bei seiner Vorstellung im Mai hatte der Ex-Ried-Coach seine Favoriten augenzwinkernd eingeordnet: „Meine zwei deutschen Lieblingstrainer sind Felix Magath und Ralf Rangnick – in der Reihenfolge.“ Ein lockerer Einstieg. Doch je länger er über seine fußballerische Prägung sprach, desto klarer wird: Wenn es um seine Spielidee geht, steht einer über allen. „Ralf Rangnick ist die Quelle.“
Damit meint Muslic nicht nur Inspiration aus der Ferne, sondern ganz konkrete Inhalte. Denn wie der 43-järhige nun im Podcast "Phrasenmäher" verriet, besitzt er tatsächlich alte Trainingsunterlagen seines Vorbilds. „Ich habe teilweise noch Trainingsskizzen, die habe ich bekommen über Insider, als er noch bei Ulm Trainer war", erzählt Muslic.
ÖFB-Coach auf seine Stufe mit Pep & Klopp
Doch was nach Fußball-Nostalgie klingt, ist für Muslic hochaktuell. „Das ist sehr lange her – und die Rondos machen wir heute noch.“ Heißt: Ideen aus den 90ern finden sich heute auf dem Trainingsplatz in Gelsenkirchen wieder. Für Muslic ist das kein Zufall, sondern Beweis für Rangnicks Weitblick. „Er war seiner Zeit voraus“, sagt der Schalke-Coach und zieht den Vergleich zu den ganz Großen: „So wie das jetzt ein Pep Guardiola ist. Wie das jetzt auch ein Jürgen Klopp war.“ Rangnick als Vordenker, als Architekt moderner Pressing-Mechanismen – und als prägende Figur seiner eigenen Trainerkarriere.
Schalke träumt vom Aufstieg
Dass Rangnick selbst zweimal Schalke trainierte (2004/05 und 2011), verleiht dem Ganzen zusätzliche Brisanz. Muslic tritt nicht nur als 37. Trainer seit der Jahrtausendwende an – er stellt sich bewusst in eine bestimmte Tradition. Und der Erfolg gibt ihm bislang recht. Seit dem 31. Mai im Amt, Vertrag bis 2027, rund 700.000 Euro Ablöse an Plymouth Argyle – und sportlich ein Volltreffer: 39 Punkte aus 19 Spielen, Tabellenführung, dazu der spektakuläre Winter-Transfer von Edin Džeko.
Auf Schalke entsteht gerade eine neue Erfolgsstory. Und ihr Fundament liegt, wie der Trainer selbst sagt, bei einer ganz bestimmten Quelle: Ralf Rangnick.