Bundesliga: Quali-Gruppe

Admira trumpft im NÖ-Derby gegen St. Pölten auf

09.06.2020

Der FC Admira hat im dritten Spiel der Qualifikationsgruppe der Fußball-Bundesliga erstmals gepunktet.

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Die Südstädter behielten am Dienstag in der NV Arena im Niederösterreich-Duell mit dem SKN St. Pölten mit 1:0 die Oberhand und verbesserten sich vom letzten auf den vierten Platz. Die "Rote Laterne" wurde an WSG Tirol abgegeben, St. Pölten wurde aufgrund des besseren Torverhältnisses überholt.

Damit durfte sich Ernst Baumeister über einen gelungenen Einstand freuen. Der 63-jährige Ex-Internationale war erst am Montag als neuer Admira-Sportdirektor präsentiert worden und saß als Unterstützung von Cheftrainer Zvonimir Soldo einen Tag später gleich auch auf der Bank. Die Admiraner gingen durch einen Treffer von Roman Kerschbaum (40.) aus Abseitsposition in Führung, im Finish sorgten Daniel Toth (87.) und Pascal Petlach (89.) für klare Verhältnisse. Die Südstädter holten nach einem 0:1 bei der Austria und 0:2 gegen Mattersburg erstmals Zählbares. Für St. Pölten war es die erste Niederlage nach einem 5:0 in Tirol und dem 1:1 zuletzt gegen die Austria.

Hier das Match zum Nachlesen im oe24-LIVE-Ticker

Erfolgsrezept "Rotation"

St.-Pölten-Trainer Robert Ibertsberger rotierte gewaltig, gleich acht neue Akteure standen in der Startformation. Im Vergleich zur Partie gegen die Austria am Samstag blieben nur Goalie Christoph Riegler, Christoph Klarer und Dominik Hofbauer in der Mannschaft. Das wirkte sich zu Beginn nicht negativ aus, die Hausherren waren nahe dran an einem Traumstart. Nach Ambichl-Corner, Klarer-Kopfball-Weiterleitung und einem Ouedraogo-Volleyabschluss zeigte Admira-Tormann Andreas Leitner einen sehenswerten Reflex (6.).

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Die Admiraner wurden dank Mithilfe des NÖ-Rivalen in der 12. Minute erstmals gefährlich. Riegler nahm einen Rückpass auf, den indirekten Freistoß von knapp außerhalb des Fünferecks setzte Sinan Bakis allerdings neben das Tor. Es war aber so etwas wie ein Weckruf für die Südstädter, die besser in die Partie kamen, zweikampfstärker waren und deshalb im Finish der ersten Hälfte auch nicht unverdient zur Führung kamen. Bei einem Lackner-Kopfball nach Lukacevic-Freistoß rettete zwar noch die Stange, beim Abstauber per Kopf von Kerschbaum hatte Riegler keine Abwehrchance. Beinahe hätten die Gäste gleich nachgelegt, Riegler drehte einen Petlach-Kopfball aber über die Latte (43.).

Starkes Finish der Admira

In der zweiten Hälfte war es wieder Ouedraogo, der einem Gastgeber-Tor nahe kam, er brachte einen Kopfball aus guter Position jedoch nicht aufs Tor (57.). Es sollte aber die einzige Topchance der Ibertsberger Truppe bleiben. Deutlich gefährlicher waren die Gäste. Erwin Hoffer (62., 67.) und Morten Hjulmand (76.) verabsäumten es noch, den Sack zuzumachen.

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Im Finish traf Toth nach einem starken Konter und Vorarbeit des ebenfalls als "Joker" gekommenen Seth Paintsil. Der Schlusspunkt ging auf das Konto von Petlach, der eine starke Leistung krönte. St. Pölten bleibt damit ein gern gesehener Gegner der Admira, die nur eines der jüngsten 12 Duelle in der Liga verloren hat. Zuvor hatte es diese Saison zwei Remis gegeben.

Stimmen zum Spiel:

Robert Ibertsberger (St.-Pölten-Trainer): "Ich stehe zu dieser großen Rotation, weil es ja gut funktioniert hat, vor allem in den ersten 20 Minuten. Das Abseitstor hat unsere Pläne dann über den Haufen geworfen und das Spiel völlig gewandelt. Dann ist es für uns immer schwerer geworden, die Höhe der Niederlage ist mir völlig egal, wir haben am Ende hopp oder dropp gespielt und sind da einfach in Konter gelaufen. Ich würde es bezüglich der Rotation das nächste Mal wieder so machen."

Zvonimir Soldo (Admira-Trainer): "Es war ein Befreiungsschlag. Wir haben die schwierige Anfangsphase mit etwas Glück überwunden. Wir waren dann die bessere Mannschaft, haben die Räume sehr gut genutzt und gezeigt, was in der Mannschaft steckt. Es war ein Spiel für die routinierten Spieler, nicht für die Jungen. Die Routiniers haben gezeigt, was in ihnen steckt."
 

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