Krankl über Austria

Launische Diva als Kapitän

© TZ ÖSTERREICH / Juvan

Die Austria wird heuer ins Titelduell zwischen Salzburg und Rapid eingreifen.

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Die Austria hält es so wie die Bayern: An der Spitze steht ein Fußball-Fachmann. Thomas Parits ist der Uli Hoeneß vom Favoritner Verteilerkreis. Schon als Stürmer hat er sich in Deutschland bei Köln und Frankfurt sowie in Spanien bei Granada einen Namen gemacht. Und bei der Austria erzählt man sich, dass er als Spieler die besten Prämien aushandeln konnte. Jetzt als AG-Vorstand kennt er daher alle Tricks – ihm kann man nichts vormachen.

Auch bei der Austria zählt nur der Meistertitel
Parits geht den österreichischen Weg, was sehr zu begrüßen ist. Er hat im Sommer alles geholt, was an jungen Spielern auf dem Markt war. Da kann man nur gratulieren. Er spricht jetzt zwar nicht öffentlich vom Gewinn der Meisterschaft, doch intern fordert er den Titel. Ich weiß: Bei der Austria ist es so wie bei Rapid: Da zählt eben nur Platz eins. Und außerdem muss man ja mit diesem hervorragenden Material ganz oben mitspielen. Karl Daxbacher ist richtig gefordert. Ausreden wird Parits sicher nicht gelten lassen. Darum hat er auch den Vertrag mit dem Trainer nur um ein Jahr verlängert. Parits ist halt ein Profi durch und durch.

Acimovic kann ein Spiel alleine entscheiden
Der große Star der Violetten ist Milenko Acimovic. Ein Klassemann. Leider aber auch eine launische Diva. Wenn’s ihn freut, dann spielt er alleine auf, wenn nicht, dann steht er nur rum. Vielleicht hat ihn Daxbacher gerade deshalb zum Kapitän gemacht, damit er noch mehr Verantwortung übernimmt und sich keine Durchhänger mehr leisten kann.

Leider darf Jancker kein Violetter werden
Ein Problem hat die Austria derzeit nur im Angriff. Da ist Okotie Alleinunterhalter. Die erhofften Brasilianer blieben lieber an der Copacabana, den violetten Erzfeind Carsten Jancker kann Parits nicht bringen, eine Ersatzlösung wäre Kärntens Schumacher.

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