Fußball-Insider

Linden LIVE: Didi & Ballo: Liebe auf den zweiten Blick

02.05.2025

Drei Ex-Rapidler kehren mit dem WAC als Cupsieger nach Hütteldorf zurück – darunter Thierno Ballo, der einst als Demir-Ersatz scheiterte, und Nik Polster, der einst vor Niklas Hedl flüchtete. Didi Kühbauer, selbst ehemaliger Rapid-Trainer, führt die Wolfsberger mit Double-Chancen ins Spiel.

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Nicht nur Didi Kühbauer hat bei Wolfsberg eine Rapid-Vergangenheit, auch drei Spieler: Tormann Nik Polster, Linksverteidiger Max Ullmann und Thierno Ballo kommen Sonntag als Cupsieger mit Doublechancen an die ehemalige Wirkungsstätte.

Kühbauers turbulente Rapid-Zeit

Kühbauer wurde im Oktober 2018 nach dem 2:0 mit St. Pölten im Allianz-Stadion um die höchste Ablöse in der Klubgeschichte der Niederösterreicher vom damaligen Präsidenten Michael Krammer aus dem laufenden Vertrag gekauft. Damals war Rapid Achter, St. Pölten Zweiter. Die Bilanz bis November 2021: Sechzehntelfinale in der Europa League, zweimal Vizemeister, einmal im Cupfinale. Sein letztes Spiel war eine 1:4-Niederlage in Wolfsberg. Danach lag Rapid wieder auf Platz acht.

Die Rapid-Connection im WAC-Kader

Vom heutigen Kader trainierten er und Assistent Manfred Nastl, dessen Frau bei Wolfsberg für VIP-Klub und Events zuständig ist, die Torhüter Niklas Hedl und Paul Gartler, Jonas Auer, Moritz Oswald und Ercan Kara. Ullmann war von 2019 bis 2022 bei Grün-Weiß, wurde um 500.000 Euro an Italiens Zweitligist Venezia verkauft. Über den Umweg Magdeburg kam er ins Lavanttal.

Ballo: Vom Flop zum Cupsieger

Ballo war im Herbst 2021 als „Nachfolger“ des an Barcelona verliehenen Yusuf Demir eingeplant, kam nur selten zum Zug. Damals konnte er Kühbauer nicht überzeugen. Als Demir im Jänner zurückkehrte, war Ballos Zeit vorbei. Nach einem halben Jahr in Chelseas U 21 kaufte ihn Wolfsberg.

Polsters Revanche-Gedanken

Polster entschied sich bereits vor fünf Jahren mit 17, Rapid zu verlassen, weil er bereits im Nachwuchs den Eindruck hatte, dass Rapid mehr an Hedl als an ihn glaubte. Sein Weg nach Wolfsberg begann in der zweiten Mannschaft des LASK, ging über Vorwärts Steyr und Horn weiter. Als in Linz die Entscheidung für Tobias Lawal als Nummer eins gefallen war, griff Wolfsberg zu. Bezahlte für ihn 500.000 Euro. Jetzt hat Polster, den Kühbauer gut genug für eine Chance beim Nationalteam hält, einen Titel, Hedl keinen. Polsters Mentor ist mit Helge Payer der Tormann der letzten Meistermannschaft von Rapid.

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