Meistergruppe
3:1 – Bullen feiern nächsten Sieg – Rote Laterne für Violette
22.04.2026Nächster Rückschlag für die Austria! Nach dem bitteren Eigentor von Sahin-Radlinger verlieren die Wiener mit 1:3 in Salzburg und bleiben damit im vierten Spiel in Serie ohne vollen Erfolg. Die Bullen übernahmen damit zumindest vorübergehend die Tabellenführung.
Salzburg startete in der heimischen Red Bull Arena wie aus der Pistole geschossen. Die Mannschaft von Daniel Beichler drückte die Gäste vom Verteilerkreis tief in die eigene Hälfte. Belohnt wurde der Druck in der 16. Minute: Frans Krätzig bediente Yorbe Vertessen, der eiskalt flach zur frühen Führung einschob. Die Wiener Defensive wirkte in dieser Phase völlig überfordert.
Nur sechs Minuten später legten die Mozartstädter nach. Nach einer Kjaergaard-Ecke verschätzte sich Austria-Keeper Samuel Sahin-Radlinger beim Rauslaufen, blieb auf der Linie kleben und Jannik Schuster (22.) köpfte zum 2:0 ein. Zu diesem Zeitpunkt schien die Partie bereits gelaufen, da die Austria kaum über die Mittellinie kam.
Ranftl macht es kurz spannend
Völlig überraschend kamen die Veilchen zurück. Mit dem ersten echten Torschuss verkürzte Routinier Reinhold Ranftl (34.) aus spitzem Winkel auf 1:2. Vorausgegangen war eine starke Vorarbeit von Fischer. In der zweiten Halbzeit agierte die Elf von Stephan Helm deutlich mutiger und presste früher, doch die großen Chancen auf den Ausgleich blieben aus.
Die Entscheidung fiel auf skurrile Art und Weise. Nach einem Rückpass von Plavotic rutschte Sahin-Radlinger (76.) der Ball unter der Sohle durch – Eigentor zum 1:3. Ein echter Slapstick-Moment, der den Wienern endgültig den Stecker zog. Ein vermeintlicher Treffer von Kjaergaard (75.) kurz zuvor war wegen eines Handspiels von Vertessen noch aberkannt worden.
Salzburg jagt den Tabellenführer
In der Schlussphase ließen die Bullen nichts mehr anbrennen. Die Mozartstädter rücken mit diesem Dreier bis auf drei Punkte an Spitzenreiter Sturm Graz heran. Für die Austria hingegen rückt der Traum vom Meisterteller in weite Ferne. Die Wiener fallen auf Platz 6 zurück, während Salzburg das Selbstvertrauen für den restlichen Titelkampf mitnimmt.