Meister

Salzburg jubelt dank Rieder Hilfe

17.05.2009

Salzburgs Sportdirektor Hochhause spendiert seinem Ex-Team Ried ein Abendessen. Janko & Co sind bereits aufs nächste Ziel fokussiert: die Champions League.

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© APA/ Krug
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Der neue österreichische Fußball-Meister heißt Red Bull Salzburg. Die Salzburger profitierten am Sonntag zum Abschluss der 34. Bundesliga-Runde von einer 0:3-Niederlage von Titelverteidiger Rapid in Ried. Der Favorit ist damit bei sieben Punkten Vorsprung zwei Runden vor Schluss nicht mehr von der Spitze zu verdrängen. Für Salzburg ist es der insgesamt fünfte Meistertitel, der zweite der Ära Red Bull nach 2007. Die Meisterfeier der Salzburger findet am Pfingstsonntag zunächst beim Spiel des neuen Meisters gegen Altach und danach auf dem Mozartplatz in der Stadt Salzburg statt.

Gratulieren Sie Red Bull Salzburg zum Meistertitel

Feier im VIP-Raum
Die Spieler von Red Bull, die bereits am Samstag ihre Pflicht mit einem 2:1-Heimsieg gegen den LASK erfüllt hatten, waren am Sonntagnachmittag nach dem Bekanntwerden der 3:0-Pausenführung der Rieder nach und nach im VIP-Bereich des Heimstadions in Wals-Siezenheim eingetroffen, um sich die zweite Hälfte gemeinsam mit mehreren hundert Fans anzuschauen. Toptorjäger Marc Janko war direkt aus dem Freibad gekommen.

Hochhauser spendiert Abendessen
"Wir haben es insgeheim gehofft, dass sich auch Rapid in Ried schwertut", erklärte Salzburg-Kapitän Alexander Zickler. "Vielen herzlichen Dank nach Ried für diese großartige Leistung. Wir sind überglücklich." Der ehemalige Ried-Trainer und nunmehrige Salzburg-Sportdirektor Heinz Hochhauser kündigte sogar an, seine ehemaligen Schützlinge als Dank für die Schützenhilfe im Titelrennen zu einem großen Abendessen einzuladen.

Dass der Meistertitel nicht auf dem Rasen, sondern einen Tag nach dem LASK-Spiel gefeiert wurde, tat der Stimmung keinen Abbruch. "Es ist besser so als zu spielen und nicht Meister zu werden", meinte Janko, der die Bullen mit bisher 39 Toren in 34 Runden zum Titel geschossen hatte. Der 25-Jährige jagt damit in den ausständigen beiden Runden den Bundesliga-Torrekord von Hans Krankl (41) sowie den "Goldenen Schuh" für Europas besten Torschützen.

Weitere Ziele
"Gefeiert wird daher nur mit Maß und Ziel. Natürlich möchte ich auch noch meine weiteren Ziele erreichen", sagte Janko. Für den Stürmerstar war sein zweiter Meistertitel ein besonders wichtiger. "Es ist ein schönes Erlebnis, denn beim letzten Meistertitel habe ich nicht so viel beitragen können", erinnerte Janko. Der Torjäger war in der Saison 2006/07 unter Giovanni Trapattoni wegen einer schweren Knöchelverletzung nur zu acht Einsätzen gekommen.

Adriaanse muss trotz Titel gehen
Der aktuelle Trainer Co Adriaanse muss Salzburg trotz des Meistertitels mit Saisonende verlassen und seinem niederländischen Landsmann Huub Stevens Platz machen. Dieser soll Red Bull erstmals in die Champions League führen. "Der nächste Schritt sollte sein, dass man einem Trainer wirklich Zeit gibt, eine Mannschaft zu formen - zwei oder drei Jahre", meinte Routinier Rene Aufhauser. "Dann können wir auch international unsere Ziele erreichen."

Bisher waren die Bullen ihren hohen Ansprüchen international noch nicht gerecht geworden. 2006 und 2007 scheiterte der Budget-Krösus der Liga jeweils in der dritten und letzten Qualifikationsrunde der Champions League, im Sommer folgt ein weiterer Anlauf. Österreichs Meister muss nach der Quali-Reform 2009 in der zweiten von drei Runden einsteigen, die Gegner scheinen der Papierform nach aber sogar lösbarer als jene in den vergangenen Jahren.

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