Bundesliga
Salzburg im Schlager gegen Sturm unter Zugzwang
19.03.2026Verlieren verboten: Das Motto von Red Bull Salzburg im Gastspiel bei Meister Sturm Graz ergibt sich am Freitag (19.30 Uhr/live auf Sky) quasi von selbst.
Kassieren die Bullen am Freitag (ab 19.30 Uhr, HIER im Sport24-Liveticker) im Schlager der 24. Runde der Fußball-Bundesliga die vierte Pflichtspielniederlage en suite, würden bereits sieben Punkte auf den Titelverteidiger fehlen und der Traum von der Titel-Rückeroberung in immer weitere Ferne rücken. "Wir sind gerade in einer nicht einfachen Situation", gestand Stürmer Karim Konate.
Beichler: »Es wird nicht das schönste Spiel«
Drei Niederlagen und kein Tor - Salzburgs Bilanz in den jüngsten vier Pflichtspielen lässt nichts Gutes ahnen. Der Optimismus des Frühjahrsstarts ist längst wieder Ernüchterung gewichen. Auch Neo-Coach Daniel Beichler stößt an die Grenzen einer Mannschaft, deren Qualität derzeit schwer in Frage steht. Der Nachfolger von Thomas Letsch flüchtete sich in Durchhalteparolen. "Die Tabelle spielt für uns aktuell keine primäre Rolle", sagte der 37-Jährige. "Es sind jetzt noch neun Spiele zu spielen und ich denke, wir sind gut beraten, uns auf den Moment und auf unser Spiel zu konzentrieren."
Im "Doppel" gegen Rapid setzte es zuletzt zwei 0:1-Niederlagen, in der Vorwoche flog zudem Innenverteidiger Joane Gadou vom Platz und ist in Graz gesperrt. Sturm hingegen ist vier Spiele ungeschlagen und feierte drei Siege - auch wenn das jüngste 5:2 bei der Austria über eine schwache erste Hälfte hinwegtäuschte. Gegen Salzburg ist Sturm vier Spiele ungeschlagen. 2025/26 siegte man in der Mozartstadt 1:0, an der Mur trennte man sich im bisher letzten Duell Ende November mit einem 1:1. "Es wird vielleicht nicht immer das feinste und schönste Spiel werden - aber darauf müssen wir vorbereitet sein", kündigte Beichler an.
Salzburg für Ingolitsch "Haushoher Favorit"
Sein Sturm-Pendant und ehemaliger Betreuer-Stallgenosse im Salzburger Nachwuchs erwartet "ein absolutes Spitzenspiel, ein Highlight, eines von neun Finalspielen", wie Fabio Ingolitsch betonte. Vor Heimpublikum präsentierte sich sein Team 2026 bisher unschlagbar, alle vier Pflichtspiele in Liebenau (Brann Bergen, Ried, Altach, Blau-Weiß) wurden gewonnen. "Wir müssen zuhause wieder eine Macht werden", forderte Ingolitsch. Auch er muss mit Paul Koller einen gesperrten Verteidiger vorgeben, Jusuf Gazibegovic ist fraglich.
Die jüngste Entwicklung seines Teams macht Ingolitsch optimistisch. "Wir haben in den letzten Wochen an Stabilität gewonnen", betonte der im Winter zu den Grazern gestoßene Coach. "Und wir sind nach Punkten das Team mit der besten Ausbeute nach der Winterpause." Zugleich gebe es noch viel zu tun. "Wir haben schon noch in jedem Spiel Phasen, die wir uns am Freitag nicht leisten dürfen." Allen Statistiken zum Trotz ist für Ingolitsch Salzburg "haushoher Favorit. Sie haben nach wie vor die beste Mannschaft in Österreich und das größte Budget. Das ist eine andere Dimension", meinte der Salzburger.
Alle Augen auf Kiteishvili
Einmal mehr im Fokus stehen wird Otar Kiteishvili. Der Georgier, der sich 2018 den Grazern angeschlossen hat, bestreitet sein 200. Spiel in der Liga und ist quasi die "Lebensversicherung" von Sturm. Gegen die Austria traf er doppelt, insgesamt hält er 2025/26 bei zwölf Toren im Oberhaus und hat damit bereits seine Bestmarke aus der Vorsaison eingestellt.