Meistergruppe

Rapid-Drama! Elfer verschossen, 0:2 Heimpleite gegen Hartberg

22.04.2026

Bitterer Abend in Hütteldorf! Rapid Wien verliert am Mittwochabend mit 0:2 gegen den TSV Hartberg. Vor 18.420 Zuschauern ließen die Hausherren beste Chancen liegen und müssen den Traum vom Meistertitel wohl endgültig begraben.

Zur Vollversion des Artikels
© Gepa
Zur Vollversion des Artikels

Rapid startete vor den eigenen Fans im Allianz Stadion extrem offensiv. Mit Kara, Weimann und Petter Dahl in der Startelf war die Marschroute von Trainer Hoff-Thorup klar: Wiedergutmachung für das 2:2 am Sonntag. Doch die Effizienz blieb in der Kabine. Schon nach 18 Minuten vergab Andreas Weimann die Riesenchance zur Führung, als er den Ball aus kurzer Distanz am Gehäuse vorbeischob.

Das Unheil nahm in der 23. Minute seinen Lauf, als Bendeguz Bolla einen Elfmeter kläglich vergab. Petter Dahl war zuvor von Pazourek gefoult worden, doch Bolla setzte den Ball flach am linken Pfosten vorbei. Hartberg, das ohne den gesperrten Coach Manfred Schmid (Tribünen-Sperre) auskommen musste, bestrafte die Nachlässigkeiten eiskalt.

Heil schockt den Block West

Völlig entgegen dem Spielverlauf gingen die Gäste in Führung. Jürgen Heil (34.) nutzte die erste echte Chance der Hartberger, tanzte Cvetkovic nach einer Coulibaly-Flanke aus und schob zum 0:1 ein. Rapid drückte danach wütend, doch Kara scheiterte per Kopf an der Stange (39.). Die Dominanz der Wiener (84 % gewonnene Zweikämpfe) spiegelte sich zur Pause nicht im Ergebnis wider.

In der zweiten Halbzeit flachte der Elan der Hausherren spürbar ab. Trainer Hoff-Thorup versuchte mit der Einwechslung von Yusuf Demir (70.) frischen Wind zu bringen, doch die großen Chancen blieben Mangelware. Ein Kopfball von Kara (78.) war zu zentral und landete sicher in den Armen von Hartberg-Keeper Hülsmann.

Joker Havel macht den Sack zu

Während Rapid verzweifelt anrannte, schlug der TSV erneut zu. Der eingewechselte Elias Havel (82.) sorgte nach einer einfachen Spielverlagerung für die Entscheidung. Die Rapid-Abwehr wirkte in dieser Szene völlig schläfrig, Havel zog nach innen und traf flach ins rechte Eck zum 0:2-Endstand.

Für Rapid ist diese Heimpleite ein herber Rückschlag im Kampf um die vorderen Plätze. Hartberg hingegen bleibt der Angstgegner der Wiener und baut seine Serie von nun neun ungeschlagenen Auswärtsspielen weiter aus.