"Immer nur Bank"

Vater von Bullen-Star tritt gegen Koller nach

04.02.2020

Der Vater von Salzburg-Neuzugang Noah Okafor

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Salzburgs "Königstransfer" in diesem Winter heißt Noah Okafor und kommt vom FC Basel. Der 19-jährige Schweizer durchlief sämtliche Nachwuchsnationalmannschaften der Schweiz bis hin zu einem Einsatz für das A-Team im Nations-League-Spiel gegen England im Juni 2019. Für die Kampfmannschaft des früheren Schweizer Branchenprimus absolvierte der 1,85-Meter-Mann 57 Einsätze (7 Tore, 5 Assists) und wurde dabei 2019 auch Cup-Sieger.

Rund 12 Millionen Franken überwiesen die Bullen nach Basel. Ein Transfer, der die Schweizer Fans schmerzt, spielt Okafor doch seit der U9 beim FCB, wurde in der Region geboren. Und ursprünglich hatte der Spieler selbst den Transfer nicht angestrebt. Der Grund waren wohl Unstimmigkeiten mit dem Basler Coach - Ex-ÖFB-Teamchef Marcel Koller.

Keine Einsatzzeit unter Koller?

Das verrät Okafors Vater auf Facebook. Als ein User schreibt, dass der Teenager nur deswegen nach Salzburg gegangen sei, weil er dort mehr verdiene, platzt dem Papa der Kragen. "Unter Koller hat er nicht mehr gespielt. Immer Bank. Und er hat keine Lust mehr auf Bank. Darum der Wechsel. Es geht um seine sportliche Entwicklung und nicht ums Finanzielle." Dass Okafor in Salzburg mehr verdient als in Basel steht natürlich trotzdem fest. Was die sportliche Weiterentwicklung betrifft, ist Salzburg wohl mittlerweile eine der Top-Adressen für junge Spieler und kann Basel ausstechen.

Der Vorwurf, dass Okafor unter Koller nicht gespielt habe, wird im "Blick" widerlegt: "52 seiner 54 Profi-Spiele hat der 19-Jährige unter Koller absolviert. In der vergangenen Saison kam er, wenn er fit war, fast immer zum Einsatz. In der Rückrunde gehörte er zum Stamm." In der aktuellen Saison plagte sich Okafor mit Verletzungen, verlor daher seinen Platz in der Startelf.

"Nur: Wenn er fit war, kam er – ob als Fixstarter oder als Joker – meistens zum Einsatz. Auch in der Europa League, wo er in vier Spielen zwei Tore erzielte und massgeblichen Anteil am Gruppensieg hatte. Leistungen, die auch den Verantwortlichen in Salzburg nicht entgangen sind. Nun haben sie zugegriffen," schreibt "Blick".

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