Peter Linden live

Was passiert, wenn Rapid in der Abstiegsgruppe ist?

06.03.2026

Vor sechs Jahren verpasste Rapid zum letzten Mal die Meisterrunde.  

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© Gepa
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Das war der letzte Anlass zum Wechsel des Sportdirektors. Zoran Barisic folgte auf den Schweizer Fredy Bickel, der zweieinhalb Jahre im Amt war. Im Herbst davor hatte es einen Trainerwechsel von Goran Djuricin zu Didi Kühbauer gegeben, der noch nicht den großen Umschwung brachte. Erst in den zwei Saisonen danach, als Rapid nicht um den Platz in der Meisterrunde bangen musste.

Hoff Thorup holte in vier Runden fünf Punkte

Seit 2022 war wieder Zittern angesagt. In dieser Saison gab es sogar zwei Trainerwechsel. Peter Stöger musste gehen, als Rapid noch einen Punkt hinter Salzburg auf Platz zwei lag und das Cupviertelfinale erreichte. Dann kam Stefan Kulovits. Mit ihm feierte Rapid keinen Sieg, im Jänner übernahm Hoff Thorup. Mit ihm flog Rapid aus dem Cup, holte in vier Runden fünf Punkte. Für den Dänen hätte es keine Konsequenzen, wenn Rapid nur in der Abstiegsgruppe spielt. Naheliegend wäre es, sollte mehr als bisher Sportchef Markus Katzer nach drei Jahren und drei Monaten in der Kritik stehen. Von wegen falscher Personalpolitik.

Wegen Sektorsperre nur 13.700 Fans

Wegen der Sektorensperre als Konsequenz des Derbyeklats können Sonntag 13.700 Rapid-Fans ins Allianz-Stadion. Freitag waren noch 900 Karten zu haben. Da der Gästesektor mit 2300 Plätzen wie immer bei Salzburg-Gastspielen nicht einmal zu einem Viertel belegt sein wird, werden um die 14.000 Zuschauer das „Finale“ sehen. Mit leerem Fansektor feierte Rapid den einzigen Sieg in diesem Jahr, das 2:0 gegen Wolfsberg. Gegen Salzburg gewann Rapid nur drei der letzten 38 Partien, alle in Hütteldorf.

Bis zur 70. Minute nur auf Sieg spielen

Kapitän Matthias Seidl und Tormann Niklas Hedl bei den letzten zwei Siegen im Mai und September 2024 dabei: „Wir haben die Qualität, um Salzburg weh zu können“, behauptete Seidl. Der Tabellenführer hat allerdings die letzten sieben Auswärtsspiele nicht verloren. Das spricht nicht für einen Rapid-Sieg. Samstag wird Thorup noch festlegen, ab wann die Spieler über die Zwischenstände der Spiele von Altach, Ried und WSG Tirol informiert werden. Sein Plan: „Bis zur 70. Minute spielen wir nur auf Sieg!“