Eagles-Beben!

Glasner-Hammer in London: "Bin nicht gut genug"

20.02.2026

Oliver Glasner sorgt in England für Schlagzeilen: Mit einer ungewöhnlich selbstkritischen, aber auch ironischen Pressekonferenz befeuert der Oberösterreicher die Spekulationen um einen vorzeitigen Abschied von Crystal Palace.

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Oliver Glasner hat am Freitag mit bemerkenswerter Selbstkritik die Gerüchte über ein baldiges Ende seiner Amtszeit bei Crystal Palace angeheizt. Vor dem wichtigen Premier-League-Spiel gegen das Tabellenschlusslicht Wolverhampton Wanderers am Sonntag erklärte der 51-Jährige offen, er sei „einfach nicht gut genug“, um die im Sommer verkauften Leistungsträger adäquat zu ersetzen. Diese Aussagen werden in England auch als deutliche Spitze gegen die Vereinsführung gewertet.

Kritik an Transferpolitik der Bosse

Hinter der vermeintlichen Selbstironie verbirgt sich Glasners anhaltender Frust über die Abgänge von Stützen wie Marc Guehi (zu Manchester City) und Eberechi Eze (zu Arsenal). Bereits im Jänner hatte der Coach die Club-Besitzer in einer Wutrede scharf kritisiert. Nun legte er nach und gestand ein, es nicht geschafft zu haben, die neuen Spieler so zu integrieren, dass die Mannschaft an die Erfolge der Vorsaison anknüpfen kann.

Zukunft über den Sommer hinaus fraglich

Auf die direkte Frage nach seinem Verbleib bis zum Saisonende gab sich Glasner am Freitag kryptisch. Man wisse nie, was die Zukunft bringe, so der Oberösterreicher, dessen Vertrag im Sommer ohnehin ausläuft und definitiv nicht verlängert wird. Die sportliche Bilanz der letzten Monate wiegt schwer: Von den vergangenen 15 Pflichtspielen konnte Crystal Palace lediglich eines gewinnen. Der Vorsprung auf die Abstiegsränge ist mittlerweile auf acht Punkte geschrumpft.

Erinnerung an goldene Zeiten

Trotz der aktuellen Krise erinnerte Glasner auch an seine bisherigen Erfolge mit den Eagles. Er verwies darauf, dass er „gut genug“ gewesen sei, die beste Saison der Vereinsgeschichte zu spielen und Titel wie den FA Cup und den Community Shield zu gewinnen. Er merkte an, dass Crystal Palace in den letzten zehn Jahren nur zweimal eine bessere Punkteausbeute zu diesem Zeitpunkt hatte als aktuell. Ob diese Bilanz reicht, um die Saison in London zu beenden, bleibt nach seinem jüngsten Auftritt jedoch ungewiss.