Schalke 04

Felix Magath ab Sommer frei für Red Bull

09.03.2011

Er verlässt Schalke im Juli - Didi Mateschitz wil.

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Seit Tagen pfeifen es die Spatzen von den Dächern: Schalkes Alleinherrscher Felix Magath hat spätestens im Juli ausregiert. Sein bis 2013 laufender Vertrag als Trainer/Manager soll vorzeitig aufgelöst werden. Gestern berichtete auch die Deutsche Presseagentur (dpa) von der bevorstehenden Trennung.

Mateschitz zählt Magath zu seinen Bekannten
Während viele der etwa sechs Millionen Schalke-Fans in Deutschland Magath keine Träne nachweinen, steht der frühere Meistertrainer (zuletzt 2009 mit Wolfsburg) in Österreich hoch im Kurs. Es ist kein Geheimnis, dass Salzburgs Klubmäzen Didi Mateschitz den Erfolgscoach zu seinen persönlichen Bekannten zählt.

Magath, der seinen Hauptwohnsitz in München (knapp 80 Kilometer von Salzburg) hat, ist regelmäßiger Talkgast beim Mateschitz-Sender ServusTV. Bereits im vergangenen Sommer hatte es Spekulationen über ein Magath-Engagement beim Dosenklub gegeben. Damals hatte sich Mateschitz mit dem früheren deutschen Teamspieler (Europameister 1980) in Klausur begeben. Thema: unbekannt …

Magath und sein Stab kosten 8 Mio. € pro Jahr
Soll Magath ab kommenden Sommer Erfolglos-Trainer Huub Stevens beim (Noch-)Meister ersetzen? Fakt ist: Magath casht derzeit knapp sechs Millionen Euro pro Jahr, inklusive Trainerstab kostet er gar acht Millionen. Das sprengt selbst den üppigen Budgetrahmen in Salzburg.

Aber: Mateschitz arbeitet an einem noch größeren, etwa 100 Millionen Euro teuren Fußball-Projekt. Sein Retortenklub RB Leipzig (derzeit 4. Liga) soll in wenigen Jahren erstklassig und europäisch spielen. Und Magath gilt als Wunschkandidat von Mateschitz für das Amt des starken Mannes im Verein. Der Noch-Schalke-Trainer soll in Leipzig alle Mittel und Befugnisse bekommen, die er braucht.

Magath dementiert nicht einmal mehr
Angesprochen auf die jüngsten Berichte in ÖSTERREICH, erklärt Magath lapidar: „Zuerst Leipzig, dann New York, jetzt Salzburg. Was soll ich zu Berichten in österreichischen Zeitungen noch sagen?“ Ein Dementi klingt jedenfalls anders.

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