Mit 80 Jahren
Rumänische Trainer-Legende Lucescu verstorben
07.04.2026Der Kampf um das Leben von Mircea Lucescu blieb erfolglos: Am Dienstag starb der 80-Jährige an den Folgen eines Herzinfarkts. Noch Ende März stand er in den WM-Play-offs für Rumänien an der Seitenlinie – bis zuletzt im Einsatz für den Fußball.
Nach Angaben des rumänischen Fußballverbands erlag der langjährige Trainer Mircea Lucescu am Dienstag den Folgen eines vor wenigen Tagen erlittenen Herzinfarkts, nachdem sich sein Gesundheitszustand zuvor dramatisch verschlechtert hatte. Zuletzt lag er im künstlichen Koma auf der Intensivstation.
Mit Lucescu verliert nicht nur Rumänien, sondern der gesamte internationale Fußball eine prägende Figur. Über Jahrzehnte hinweg beeinflusste er das Spiel auf und neben dem Platz und formte Generationen von Spielern. Seine Karriere war geprägt von außergewöhnlicher Konstanz, taktischem Feingefühl und einer tiefen Leidenschaft für den Fußball.
Zahlreiche Erfolge
Bereits in den 1980er-Jahren schrieb Lucescu Geschichte, als er die rumänische Nationalmannschaft erstmals zur Europameisterschaft 1984 führte – ein Meilenstein für den Verband. Auch auf Vereinsebene hinterließ er bleibende Spuren, insbesondere während seiner erfolgreichen Zeit bei Schachtar Donezk. Zwischen 2004 und 2016 führte er den Klub zu acht Meistertiteln und etablierte ihn dauerhaft an der Spitze des ukrainischen Fußballs.
Internationale Anerkennung erlangte Lucescu zudem mit Galatasaray, wo er im Jahr 2001 den UEFA Super Cup gewann. Dieser Erfolg unterstrich seinen Ruf als Trainer, der Mannschaften nicht nur national, sondern auch auf europäischer Bühne zum Erfolg führen konnte.
»Schwarzer Tag für den Weltfußball«
Selbst im hohen Alter blieb Lucescu dem Fußball eng verbunden. Im August 2024 kehrte er noch einmal als Teamchef der rumänischen Nationalmannschaft zurück. Zwar wurde die Qualifikation für die Weltmeisterschaft gemeinsam mit dem ÖFB-Team in der Gruppe knapp verpasst, doch einmal mehr bewies er seinen unermüdlichen Einsatz für den Sport und sein Heimatland.
Die Nachricht von seinem Tod löste große Bestürzung aus. Verbandspräsident Răzvan Burleanu würdigte Lucescu als „Lebenslehrer für ganze Spielergenerationen“ und sprach von einem „schwarzen Tag für Rumänien und den Weltfußball“. Seine Worte spiegeln wider, was viele empfinden: Mit Mircea Lucescu geht nicht nur ein herausragender Trainer, sondern auch ein Mensch, dessen Einfluss weit über das Spielfeld hinausreichte.