Benfica stinksauer
Rassismus-Eklat vor Königsklassen-Kracher: UEFA sperrt Prestianni
23.02.2026Die UEFA greift durch – zumindest vorerst: Gianluca Prestianni von Benfica Lissabon ist für das Königsklassen-Rückspiel im Kampf um das Achtelfinal-Ticket gegen Real Madrid gesperrt worden.
Hintergrund sind Rassismus-Vorwürfe von Vinicius Junior, der dem 18-jährigen Argentinier eine rassistische Beleidigung vorwirft. Die Ermittlungen laufen noch, doch die vorläufige Sperre steht – und damit verpasst Prestianni am Mittwoch (21 Uhr/live auf Canal+) das brisante Play-off-Rückspiel der Champions League bei Real Madrid. Dort steht auch ÖFB-Kapitän David Alaba im Kader.
Der Vorfall soll sich im Hinspiel in Lissabon ereignet haben. Vinicius hatte mit seinem Treffer zum 1:0 den Grundstein für den Auswärtssieg der „Königlichen“ gelegt und danach öffentlich gemacht, während der Partie rassistisch beleidigt worden zu sein. Prestianni weist die Anschuldigungen entschieden zurück.
Benfica legt Berufung ein
Benfica reagierte prompt. Der Klub kündigte an, gegen die Sperre Berufung einzulegen, auch wenn die engen Fristen bis zum Rückspiel kaum noch Einfluss auf das sportliche Geschehen haben dürften. Man wolle die Entscheidung nicht unkommentiert stehen lassen.
Gleichzeitig bekräftigten die Portugiesen ihr „unerschütterliches Engagement“ im Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung. Diese Werte seien tief in der Identität des Vereins verwurzelt – sichtbar im täglichen Handeln, in der Arbeit der Benfica-Stiftung und in den großen Namen der Clubgeschichte wie Eusébio. Sportlich ist die Bühne bereitet – doch über dem Duell liegt nun ein Schatten, der weit über 90 Minuten hinausreicht.