Champions League
Showdown: Arsenal träumt gegen Atlético vom Final-Coup
04.05.2026Flutlicht, Gänsehaut, Final-Fieber! Im Emirates Stadium fällt am Dienstag (21 Uhr, live auf Sky) die Entscheidung: Wer schnappt sich das erste Ticket fürs Champions-League-Finale in Budapest?
Nach dem 1:1 im Hinspiel knistert es gewaltig: Zwischen Arsenal FC und Atlético Madrid ist am Dienstag (ab 21 Uhr, HIER im OE24-Liveticker) alles angerichtet für einen echten Showdown – und in London wächst der Glaube an die große Nacht. Die Gunners wittern ihre Chance auf das erste Finale seit 2006, befeuert vom 3:0 gegen Fulham und dem Meisterkurs in der Liga. Das Double? Plötzlich kein Traum mehr, sondern greifbar nah.
Doch genau hier beginnt die Gefahr: Denn mit Diego Simeone steht auf der Gegenseite einer, der solche Spiele liebt. Der Atlético-Coach weiß genau, wie man solche Nächte übersteht – und will zum dritten Mal in zwölf Jahren ins Endspiel. Zudem reisen die Spanier ausgeruht an. Simeone rotierte beim 2:0 in Valencia kräftig, die komplette Startelf aus dem Hinspiel – beginnend bei Jan Oblak – erhielt eine Pause. Der im Hinspiel aufgrund einer Knöchelblessur ausgewechselte Julián Álvarez soll wieder fit sein. Der Argentinier ist einer der Schlüsselspieler der „Rojiblancos“. Mit 20 Saisontoren – zehn davon in der Champions League – hat er auch das Interesse anderer Topklubs geweckt.
Spekulationen um Alvarez
Simeone ließ sich von den Spekulationen um seinen Offensivstar jedoch nicht aus der Ruhe bringen. „Es ist normal, dass außergewöhnliche Spieler wie Julián bei Arsenal, Paris Saint-Germain oder Barcelona gefragt sind“, sagte der Langzeitcoach. Die Ausstiegsklausel soll bei 500 Millionen Euro liegen, Medienberichten zufolge würde Atlético aber bereits ab rund 120 Millionen Euro gesprächsbereit sein.
Soll Álvarez Atlético ins Finale nach Budapest (30. Mai) führen, ruhen bei Arsenal die Hoffnungen auf Viktor Gyökeres. Der Stürmer hat seine Ablöse von 75 Millionen Euro bislang eindrucksvoll gerechtfertigt: 21 Pflichtspieltore stehen zu Buche – mehr erzielte in seiner Debütsaison bei den Gunners zuletzt Alexis Sánchez (2014/15, 25 Tore). Gegen Fulham traf Gyökeres doppelt. „Das gibt ihm einen Boost und der Mannschaft viel Selbstvertrauen“, sagte Trainer Mikel Arteta.
»Wichtigstes Spiel in der Geschichte des Stadions«
Arteta zeigte sich insgesamt sehr zufrieden: Die Leistung habe „viel Energie für das nächste Spiel gebracht“. Gegen Atlético wartet nun „eines der wichtigsten Spiele in der Geschichte dieses Stadions“. 2006 stand Arsenal zuletzt im Finale, verlor damals jedoch gegen den FC Barcelona mit 1:2.
Mit zehn Siegen und drei Unentschieden ist Arsenal in der laufenden Champions-League-Saison noch ungeschlagen. Kapitän Martin Ødegaard und Co. sind damit das einzige Team ohne Niederlage. Atlético will – und muss – diese Serie beenden. Eine zentrale Rolle soll dabei Antoine Griezmann einnehmen. Der 35-jährige Franzose steht vor einem möglichen Wechsel in die USA und will zuvor noch den großen Titel mit seinem Klub holen. Er erwartet ein „großes Spiel“ im Emirates Stadium: „Ob bei uns zu Hause oder bei ihnen – es wird bis zum Schluss spannend. Genau das macht den Reiz des Fußballs aus.“