Europa League

0:2 - LASK verliert Gipfeltreffen gegen Antwerpen

26.11.2020

Der LASK hat im Kampf um den Aufstieg in der Gruppe J der Fußball-Europa-League einen Rückschlag kassiert. 

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Der LASK hat im Kampf um den Aufstieg in der Gruppe J der Fußball-Europa-League einen Rückschlag kassiert. Die Oberösterreicher verloren am Donnerstagabend im Linzer Stadion gegen Royal Antwerpen mit 0:2 und fielen damit in der Tabelle drei Punkte hinter den auf Rang eins vorgestoßenen belgischen Cupsieger zurück. Der revanchierte sich dank Toren von Lior Refaelov (53.) und Pieter Gerkens (83.) für die 0:1-Niederlage im ersten Duell am 5. November in Belgien.
 
Vorentscheidend war am Ende ein Torraub-Foul von Gernot Trauner an Ritchie de Laet in der 50. Minute. Der LASK-Kapitän kam im Zweikampf knapp außerhalb des Strafraums zu spät und wurde zurecht von Schiedsrichter Donatas Rumsas ausgeschlossen. Der von Refaelov getretene Freistoß wurde von der Linzer Mauer noch unhaltbar für Tormann Alexander Schlager abgefälscht. Die Hausherren versuchten in Unterzahl noch alles, blieben aber trotz einer spielerischen Übergewichts im Abschluss glücklos und kassierten noch den zweiten Gegentreffer.
 
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Der war extrem bitter, da nun der direkte Vergleich bei Punktegleichheit mit Antwerpen für die Belgier sprechen würde. Die Linzer haben am 3. Dezember im vorletzten Gruppenspiel Tottenham zu Gast. Die vorerst noch punktgleichen "Spurs" trafen im Abendspiel auf das punktlose Schlusslicht Ludogorez Rasgrad.
 
Nach einer Schweigeminute für den verstorbenen argentinischen Ex-Weltstar Diego Maradona hatten die Linzer Glück, nicht früh in Rückstand zu geraten. Bei einem Juklerod-Heber rettete zuerst die Latte und dann bei einer unkontrollierten Ranftl-Rückgabe Schlager auf der Linie in höchster Not (3.). Das war ein Weckruf für die Heimischen, die bei einem Michorl-Freistoß (8.) und einem Ranftl-Volleyschuss (12.) erstmals gefährlich wurden.
 
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Deutlich näher dran an einem Torerfolg waren aber die Gäste, im Duell mit Pieter Gerkens rettete neuerlich Schlager (14.). Zudem ging ein De-Laet-Kopfball nach einem Corner nur um Zentimeter am Gehäuse vorbei (32.). Auf Linzer Seite war dazwischen ein Ranftl-Abschluss nach einem missglückten Tormann-Abschlag viel zu überhastet ausgefallen (23.).
 

Antwerpen lauerte nach Vorsprung auf Konter

Nach dem bitteren LASK-Start in die zweite Hälfte begnügten sich die Belgier sichtlich mit dem Verwalten der Führung und lauerten nur noch auf Konter. Den Linzern war die Unterzahl überhaupt nicht anzumerken. Gerkens fabrizierte mit einem Kopfball beinahe ein Eigentor (71.). Noch näher dran an den Ausgleich kamen die Linzer in der 76. Minute und wieder war es Ranftl, dem bei einem Weitschuss neuerlich die Effizienz fehlte. Ein Michorl-Freistoß ging drüber (80.).
 
Im Finish nutzten die Gäste die sich ihnen bietenden Räume besser aus. Der kurz zuvor eingewechselte Jordan Lukaku flankte auf Gerkens, der in der Mitte per Kopf vollendete. Danach wäre sogar noch ein höherer Auswärtstriumph möglich gewesen. Der LASK blieb damit nach dem 1:1 in der Liga in Hartberg im zweiten Pflichtspiel in Folge sieglos.
 

Stimmen zum Spiel:

Dominik Thalhammer (LASK-Trainer): "Ich gratuliere Antwerpen. Es war vor allem in der ersten Halbzeit das erwartet extrem enge Spiel. Ich denke, wir haben die erste Halbzeit gut kontrolliert, sie hatten nur zwei, drei Chancen mehr als im Hinspiel. In der zweiten Halbzeit sind wir auch gut reingekommen, dann war die 49., 50. Minute mit der spielentscheidenden Szene. Wir haben jetzt in drei Europa-League-Spielen mit einem Mann weniger zu Ende gespielt, das sind dann von der Physis her schon vier Spiele. Ich muss der Mannschaft auch ein Kompliment machen, denn sie hat wieder Moral bewiesen. Ich denke, dass der Schiedsrichter in der einen oder anderen Situation nicht mit dem richtigen Maß gemessen hat. Doch wir bleiben da bei uns, das ist eine Randerscheinung, wir suchen da keine Ausreden."
 
Ivan Leko (Antwerpen-Trainer): "Es war sehr schwierig für uns. Wir hatten nach den letzten vier Spielen, die wir nicht gewonnen haben, viel Kritik einzustecken, doch wir haben heute an uns geglaubt. Und wenn ich sehe, wie die Jungs aufgetreten sind, dann bin ich einfach stolz auf sie. Es waren zwei Teams mit ähnlicher Spielanlage, Pressing und hohen langen Bällen, es waren in beiden Partien enge Duelle. Wir sind nicht so gut, um jetzt schon zu kalkulieren, ob wir für die nächsten Spiele weiter sind, denn ich kenne mein Team und mich."
 
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