Play-off-Finale

Showdown um die letzten vier WM-Tickets

30.03.2026

Noch vier Nationen sind nur einen Schritt davon entfernt, sich den Traum von der Weltmeisterschaft 2026 in Nordamerika zu erfüllen. Am Dienstagabend (alle Spiele um 20.45 Uhr, live auf DAZN) entscheidet sich in den Playoff-Finals, wer Geschichte schreibt – und wessen Hoffnung jäh endet. 

Zur Vollversion des Artikels
© Getty
Zur Vollversion des Artikels

Besonders im Fokus steht das Duell zwischen dem viermaligen Weltmeister Italien und Bosnien-Herzegowina. In Zenica kämpft die „Squadra Azzurra“ am Dienstag (ab 20.45 Uhr, HIER im Sport24-Liveticker) um ihre 19. WM-Teilnahme, während Bosnien erst zum zweiten Mal auf die große Bühne will – nach dem kurzen Intermezzo 2014 in Brasilien.

Wirbel in Italien vor Bosnien-Hit

Auf dem Papier spricht vieles für Italien, das das letzte Duell vor zwei Jahren mit 2:0 gewann. Doch die Ausgangslage ist brisanter, als sie scheint. Nach Bosniens Sieg gegen Wales sorgte eine Szene für Aufsehen: Federico Dimarco und seine Teamkollegen jubelten auffällig ausgelassen – für die einen ein Zeichen von Überheblichkeit, für die anderen schlicht Emotion. Kritik ließ dennoch nicht lange auf sich warten. Die La Repubblica sprach bereits von der „Generation Senza Mondiale“ – einer Mannschaft, die nach den verpassten Endrunden 2018 und 2022 erneut unter enormem Druck steht. Vielleicht war es aber auch einfach Freude auf das Wiedersehen mit Ex-Inter-Mitspieler Edin Džeko.

Nicht ideal verlief auch die Vorbereitung: Ein Wintereinbruch legte den Rasen im Stadion Bilino Polje unter Schnee, Trainer Gennaro Gattuso sagte das Abschlusstraining kurzerhand ab. Die späte Anreise nach Bosnien – alles andere als optimale Voraussetzungen für ein Spiel mit Finalcharakter.

Foda vor historischem Coup

Während in Zenica Tradition auf neuen Hunger trifft, steht ÖFB-Nations-League-Gegner Kosovo vor einem historischen Moment. Mit einem Sieg gegen die Türkei wäre die erste Teilnahme an einem Großturnier perfekt. Das Team von Franco Foda bewies beim spektakulären 4:3 gegen die Slowakei beeindruckende Moral – und wird zusätzlich von einer Millionenprämie, ausgelobt von Premierminister Albin Kurti, angetrieben. Doch die Türkei geht mit viel Qualität und Jungstar Arda Güler als Favorit ins Spiel. Seit dem dritten Platz 2002 wartet das Land auf die Rückkehr auf die große Bühne – entsprechend groß ist der Druck.

© Getty

Gyökeres vs. Lewandowski: Duell der Topstürmer

Auch in Solna ist Hochspannung garantiert: Die Schweden Nationalmannschaft trifft auf die Polen Nationalmannschaft – und damit prallen zwei Torjäger von Weltklasse aufeinander. Viktor Gyökeres kommt mit breiter Brust nach seinem Hattrick gegen die Ukraine, während Robert Lewandowski womöglich seine letzte Chance auf eine WM nutzt. Schweden hat sich nach schwacher Qualifikation unter Graham Potter neu erfunden – und sinnt zugleich auf Revanche für das Playoff-Aus gegen Polen vor vier Jahren.

© Getty

Den Schlusspunkt setzt Prag: Die Tschechien Nationalmannschaft will zurück ins Rampenlicht, doch mit der Dänemark Nationalmannschaft wartet ein Gegner, gegen den man seit über 20 Jahren nicht mehr gewonnen hat. Für Trainer Miroslav Koubek eine echte Herkulesaufgabe. Ein Abend, vier Endspiele – und ein gemeinsames Ziel: die WM. Für manche wird ein Traum wahr, für andere platzt er erneut.