Polster-Kommentar

Maradona muss man schützen

27.06.2018

Aus Bewunderung für die Legende ist Mitleid geworden.

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© TZOe Artner
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Hunderte Millionen TV-Zuschauer auf der ganzen Welt  sahen  wie ich den tiefen Fall einer Legende. Was ist bloß aus meinem Freund Diego Maradona geworden, dachte ich mir. Ich war geschockt.  Aus Bewunderung des großen Fußballkünstlers, der mich mit seinen Dribblings und Tricks verzückt hat,  ist Mitleid geworden. Ich behaupte: Diego ist krank. Seine Berater, seine fadenscheinigen Freunde hätten diesen peinlichen Auftritt verhindern müssen.

Ich kenne Diego jetzt seit über 30 Jahren

Ich kenne Diego seit über  30 Jahren. Damals haben wir in Italien viermal gegeneinander gespielt. Er war ein Ausnahmekönner auf dem Platz. Privat war er nett, freundlich und keineswegs abgehoben. Vor der WM 1998 spielten wir in Wien ein Länderspiel gegen Argentinien. Nachher bin ich mit ihm essen gegangen.

Seltsame Begleiter sind sein großes Übel

Was mich schon damals gewundert hatte: Er hatte seltsame Begleiter. Einer verwaltete sein Geld, der andere bestellte die Getränke und das Essen für ihn. Nur Lakaien, die ihm jeden Wunsch von den Lippen ablasen und sich in seinem Dunstkreis sonnten. Das sind  keine richtigen Freunde, die ihn  durchs Leben führen und ihm als Mensch helfen wollen.

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