Vie zu teuer!
Ticket-Wut bei UEFA-Boss: Ceferin geht auf FIFA los
14.05.2026Klare Worte von UEFA-Präsident Aleksander Ceferin! Bei der Eröffnung des neuen ÖFB-Campus in Wien-Aspern sparte der 58-Jährige nicht mit Kritik – vor allem die Ticketpolitik der FIFA für die bevorstehende WM in Nordamerika bekam ihr Fett ab.
„Es gibt genug reiche Menschen in den USA, sodass die Stadien vielleicht voll sein werden. Aber ist das die Essenz des Fußballs? Ich bin mir nicht sicher“, erklärte der Slowene mit Blick auf die hohen Eintrittspreise. Für Ceferin ist klar: Fußball darf nicht zum Luxusprodukt für wenige werden. Wer zusätzliche Einnahmen erzielen wolle, solle lieber bei den VIP-Bereichen ansetzen. „Wenn man wirklich mehr Einnahmen erzielen will, kann man einfach die Preise der Skyboxen erhöhen. Aber nehmt den Fans nicht den Fußball weg.“
Ceferin wünscht sich ÖFB-Stadion
Auch bei einem anderen Dauer-Streitpunkt im Fußball fand der UEFA-Boss klare Worte. Die aktuelle Auslegung der Handspiel-Regel sorgt auch bei ihm für Kopfschütteln. „Niemand im Fußball versteht noch, was Hands ist und was nicht“, sagte Ceferin. Der VAR solle den Schiedsrichter dabei nicht ersetzen, sondern lediglich unterstützen – etwa bei Abseits, Roten Karten oder der Frage, ob ein Foul innerhalb oder außerhalb des Strafraums passiert sei.
Deutlich positiver fiel sein Blick auf Österreich aus. Ceferin erinnerte sich an große Namen aus seiner Kindheit. „Ich erinnere mich noch gut an Herbert Prohaska und Hans Krankl.“ Auch die jüngsten Leistungen des Nationalteams imponieren ihm: Österreich habe „einige sehr gute Spieler“. Und Ceferin hatte noch eine klare Botschaft im Gepäck: Österreich brauche ein modernes Nationalstadion. „Österreich ist ein wichtiges Fußballland und verdient ein gutes Nationalstadion.“ Auch wenn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen schwierig seien, sei er überzeugt, dass dieses Projekt früher oder später Realität werde.