"Keinen Respekt"
Max Verstappen packt über Reporter-Eklat aus: "Böswillige Absicht“
04.04.2026Nachdem Max Verstappen in Japan für Aufsehen sorgte, indem er einen Reporter aus einer Medienrunde warf, erklärt der 28-jährige Weltmeister nun die Hintergründe. Es geht um Respekt und eine Frage zum WM-Finale 2025.
Der Vorfall in Suzuka sorgte weltweit für Schlagzeilen: Max Verstappen weigerte sich zu sprechen, bis Giles Richards vom „Guardian“ den Raum verlassen hatte.
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Auslöser war eine Frage des Briten zum Saisonfinale 2025, in der es um einen entscheidenden Crash mit George Russell in Spanien ging. Verstappen erklärte nun wenige Tage nach dem Vorfall im Detail, warum er die Zusammenarbeit mit dem Journalisten verweigert.
Vorwurf der Respektlosigkeit
Laut Verstappen wurde ihm die Frage nach dem Unfall im Vorjahr bereits mehr als 20 Mal gestellt. Das Fass zum Überlaufen brachte jedoch die Art und Weise der Fragestellung in der Pressekonferenz nach dem letzten Rennen. „Wenn also jemand nach dem letzten Rennen in der Pressekonferenz genau diese Frage stellt und dir dabei auch noch ins Gesicht lacht, dann hat das für mich mit einem totalen Mangel an Respekt zu tun“, so der vierfache Champion. Er wirft dem Reporter zudem „böswillige Absicht“ vor.
Blick hinter die Kulissen
Der Niederländer betonte, dass die Öffentlichkeit oft nur eine einseitige Sicht der Dinge habe. „Ihr seht bei einer Pressekonferenz ja nur die Kamera, die auf mich gerichtet ist. Was ihr aber nicht seht, ist die Person, die gerade angefangen hat zu lachen“, gab der Red-Bull-Pilot zu Protokoll. Nach so vielen Jahren in der Formel 1 könne er sehr genau zwischen berechtigter Kritik und böswilligen Absichten unterscheiden. Wer ihm keinen Respekt entgegenbringe, dürfe auch keinen von ihm erwarten.
Unterstützung von David Coulthard
Rückendeckung erhält Verstappen vom ehemaligen Vizeweltmeister David Coulthard. Der Schotte erinnert sich an seine eigene Karriere und den Druck durch abweisende Journalisten. „Es ist ihr gutes Recht als Journalist, das zu sagen, was sie sehen, aber es fällt schwer, das nicht persönlich zu nehmen, und kein Fahrer ist davon ausgenommen“, meinte Coulthard. Er zeigte Verständnis für die emotionale Reaktion, wunderte sich jedoch darüber, dass die Aktion des Weltmeisters sanktioniert wurde.
Konsequenzen für den Champion
Obwohl Verstappen seinen Standpunkt klar vertritt, blieb der Vorfall für ihn nicht folgenlos. Die Rennleitung oder der Verband schienen die eigenmächtige Ausladung des Reporters nicht ohne Strafe hinzunehmen. Dennoch bleibt der Niederländer hart: Für ihn ist die Grenze des Respekts überschritten, wenn Journalisten Fahrer in Momenten der Niederlage auslachen.