Kimi Räikkönen

Freundschaft spielt keine Rolle mehr

08.02.2013

"Hasse niemanden. Bin aber auch nicht der beste Freund"

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Für Kimi Räikkönen ist die Freundschaft mit Dreifach-Champion Sebastian Vettel im Kampf um den Formel-1-Titel kein Problem. "Ja, wir sind Freunde. Aber sobald Du ein Rennen fährst, spielt das einfach keine Rolle mehr", sagte der finnische Lotus-Pilot in einem dpa-Interview.

"Ich hasse niemanden. Ich bin aber auch nicht der beste Freund von irgendeinem", betonte Räikkönen am Rande der Testfahrten in Jerez de la Frontera. "Es macht letztlich aber auch keinen Unterschied, gegen wen man fährt. Man will jeden schlagen."

Starkes Comeback-Jahr
Räikkönen war 2012 in seinem starken Comeback-Jahr auf Rang drei in der Fahrerwertung hinter Vettel (GER/Red Bull) und Fernando Alonso (ESP/Ferrari) gerast. In dieser Saison will der 33-Jährige "ganz klar von Beginn an vorne dabei" sein.

Für das persönliche Empfinden des Weltmeisters im Ferrari von 2007 sind Siege unerlässlich. "Du bist wahrscheinlich nie wirklich glücklich, wenn Du nicht gewinnst. Und wenn Du einmal gewonnen hast, willst Du immer mehr, auch die WM", ergänzte Räikkönen.

Vettel am letzten Testtag Dritter
Sebastian Vettel hat am letzten Tag der Testfahrten in Jerez de la Frontera mit seinem neuen Red Bull erneut den dritten Platz belegt. Der dreifache Formel-1-Weltmeister benötigte am Freitag auf dem ehemaligen Grand-Prix-Kurs für seine schnellste Runde 1:18,565 Minuten. Vettel, der sich am Vortag ebenfalls als Dritter eingereiht hatte, war 0,417 Sekunden langsamer als Kimi Räikkönen.

Der Finne fuhr im Gegensatz zu Vettel die Tagesbestzeit im Lotus auf den schnelleren weichen Reifen. Als Zweiter betrieb der Franzose Jules Bianchi im Force India beste Eigenwerbung für einen Vertrag als Stammfahrer. Lewis Hamilton kam im Mercedes auf den sechsten Platz. Der Brite erwies sich mit 145 Runden auf dem 4,428 km langen Kurs als fleißigster Tester am Freitag, nachdem Teamkollege Nico Rosberg am Vortag mit 148 Runden ein noch etwas größeres Pensum absolviert hatte.

Ferrari erlebte am letzten der vier Übungstage in Jerez hingegen keine allzu erbaulichen Stunden. Der neue F138, den Felipe Massa am Vortag noch zur Wochenbestzeit gesteuert hatte, verschwand am Vormittag unter einer dicken Rauchwolke. Ersatzpilot Pedro de la Rosa musste den mächtig qualmenden Ferrari auf seiner zweiten Abstimmungsrunde schon abstellen. Erst Stunden später kehrte er zurück auf den Kurs.

Die nächsten Testfahrten
Weitere Aufschlüsse könnten die nächsten Testfahrten geben. Vom 19. bis 22. Februar und vom 28. Februar bis 3. März haben alle elf Rennställe auf dem Circuit de Catalunya bei Barcelona die nächsten Gelegenheiten fürs weitere Feintuning an den neuen Autos. "Selbst wenn es einen Favoriten nach den ersten drei Tests geben sollte, kann das in Australien ganz anders aussehen", meinte Vettel.

Dass er rund fünf Wochen vor dem Rennen am 17. März in Melbourne noch nicht auf dem ersten Platz geführt wurde, störte den 25-Jährigen nicht sonderlich: "Wenn es eine Phase gibt, in der es am unwichtigsten ist, oben zu stehen, dann jetzt."

Ergebnisse der Formel-1-Testfahrten in Jerez de la Frontera vom Freitag:
1. Kimi Räikkönen (FIN) Lotus 1:18,148 Min. (83 Runden)
2. Jules Bianchi (FRA) Force India +0,027 Sek. (56)
3. Sebastian Vettel (GER) Red Bull 0,417 (96)
4. Esteban Gutierrez (MEX) Sauber 0,521 (142)
5. Jean-Eric Vergne (FRA) Toro Rosso 0,612 (92)
6. Lewis Hamilton (GBR) Mercedes 0,757 (145)
7. Sergio Perez (MEX) McLaren 0,796 (98)
8. Valtteri Bottas (FIN) Williams 1,703 (92)
9. Pedro de la Rosa (ESP) Ferrari 2,168 (51)
10. Charles Pic (FRA) Caterham 2,957 (109)
11. Luis Razia (BRA) Marussia 3,078 (82)
12. Paul di Resta (GBR) Force India 5,287 (49).

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