Formel 1

Hamilton nachträglich disqualifiziert

02.04.2009

Lewis Hamilton ist seinen dritten Platz im Grand Prix von Australien wieder los. Er wurde nachträglich disqualifiziert. Neuer Dritter ist damit Jarno Trulli.

Zur Vollversion des Artikels
© Reuters
Zur Vollversion des Artikels

Eine weitere Entscheidung der Sportkommissäre hat am Donnerstag in der Formel 1 für Aufregung gesorgt. Weltmeister Lewis Hamilton wurde offensichtlich wegen Falschaussage ebenso wie sein Team McLaren-Mercedes aus den Ergebnislisten des Auftaktrennens in Australien gestrichen. Der Italiener Jarno Trulli erhielt Platz drei zurück. Das gab der Automobil-Weltverband FIA am Donnerstag vor dem zweiten Saisonrennen in Malaysia bekannt.

"Absichtliche Irreführung"
Die FIA nannte eine "absichtliche Irreführung" der Sportkommissäre in Melbourne als Grund für die Bestrafung Hamiltons. Dessen Angaben hatten in Australien zu einer 25-sekündigen Zeitstrafe Trullis wegen Überholens in einer Safety-Car-Phase geführt. Der Toyota-Pilot verlor damit vorübergehend seinen dritten Platz an Hamilton. Neue Beweise, vermutlich die Funkprotokolle, bedingten nun aber die nachträgliche Disqualifikation des Engländers.

Trulli zufrieden
Trulli war kurz vor Schluss bei neutralisiertem Rennen von der Strecke gerutscht und von Hamilton passiert worden. Weil sich aber weder der Titelverteidiger noch McLaren der Legalität des Manövers sicher waren, wurde Hamilton angewiesen, Trulli wieder passieren zu lassen. Das Zurücküberholen war dem Italiener danach zum Verhängnis geworden. "Ich habe nie die Regeln gebrochen. Daher ist die Entscheidung fair", meinte Trulli.

Kein Einspruch
"Die Härte dieses Urteils ist unübersehbar, aber wir akzeptieren die Dinge, wie sie sind", sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. "Wir brauchen jetzt alle Kraft für eine weitere Leistungssteigerung auf der Strecke und erwägen auch deshalb keine Berufung." Australien wolle man hinter sich lassen. "Der nächste Grand Prix wird am Sonntag gestartet, der letzte ist abgehakt", versicherte Haug. Hamilton gab zu den Vorwürfen keinen Kommentar ab.

Zur Vollversion des Artikels
Weitere Artikel