Bruchlandung!

Hüpfen verboten! Medaillen-Pfusch bei Olympia entlarvt

10.02.2026

Bei Siegesfeiern darf es krachen – doch ausgerechnet die Medaillen sollten heil bleiben. Bei den Olympischen Spielen in Mailand/Cortina häufen sich jedoch Fälle, in denen das gewonnene Edelmetall dem Jubel nicht standhält. 

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Mehrfach löste sich der Stift, der Medaille und Band verbindet – und aus dem Triumph wurde plötzlich ein Schreckmoment. Beim Sturz auf den Boden entstanden Dellen, beim anschließenden Zusammenfügen blieben Kratzer auf Gold, Silber und Bronze zurück.

Payer-Ehemann rettet Silber-Coup

Betroffen waren unter anderem US-Abfahrts-Olympiasiegerin Breezy Johnson, die schwedische Langläuferin Ebba Andersson (Silber), US-Eiskunstläuferin Alysa Liu (Gold), Biathlet Justus Strelow (Bronze) sowie Österreichs Snowboarderin Sabine Payer. Während Payers Silbermedaille den Aufprall unbeschadet überstand und ihr Ehemann Alexander Payer rasch Hand anlegte, erhielt Johnson bereits Ersatz. Ihre beschädigte Medaille durfte sie allerdings nicht behalten. „Sie mögen es nicht, wenn du mehrere davon hast“, scherzte die Abfahrts-Queen. 

Inzwischen versprechen die Organisatoren Abhilfe und bieten Reparaturen an. Zur genauen Ursache äußern sie sich nicht, betonen jedoch, dass nur wenige Stücke betroffen seien. Spekuliert wird über einen Sicherheitsmechanismus am Band – oder schlicht über das Gewicht: Die 80 Millimeter großen und 10 Millimeter dicken Medaillen bringen zwischen 420 und 506 Gramm auf die Waage. Gefertigt wurden sie von der staatlichen Münzprägeanstalt Italiens.