Medaillen-Alarm!
Lisa Eder greift in Predazzo nach ihrem ersten Olympia-Edelmetall
07.02.2026Österreichs Skisprung-Hoffnung Lisa Eder ist bereit für den großen Coup. Auf der Normalschanze in Predazzo will die 24-jährige Salzburgerin ihre beeindruckende Podest-Serie bei Olympia krönen.
Lisa Eder geht am Samstag (18:45/live ORF 1 & Sport24-Liveticker) in Predazzo mit einer klaren Ansage an den Start. Die Leogangerin, die in dieser Saison in allen sieben Normalschanzen-Bewerben auf dem Podium landete, will unbedingt Edelmetall gewinnen. Nach starken Trainingsleistungen mit einem ersten und zwei zweiten Plätzen sprüht die Gesamtweltcupdritte vor Selbstvertrauen und stellt klar, dass sie gekommen sei, um etwas zu gewinnen.
Vom Talent zur neuen Team-Leaderin
Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Eva Pinkelnig sowie den Rücktritten von Sara Marita Kramer und Jacqueline Seifriedsberger wurde die 24-Jährige unverhofft zur Anführerin des jungen ÖSV-Teams. Ihren langersehnten ersten Weltcupsieg feierte sie vor zwei Wochen in Zao, was laut eigener Aussage viel Druck von ihren Schultern nahm. Frauen-Cheftrainer Thomas Diethart sieht ihre enorme Absprungstärke als entscheidenden Vorteil auf der kleinen Schanze im Fleimstal.
Konkurrenz aus Slowenien und Japan
- Topfavoritin Nika Prevc dominierte zuletzt die Trainingssprünge
- Japanerin Nozomi Maruyama wird als starke Herausforderin gehandelt
- Julia Mühlbacher lauert nach ihrem vierten Platz in Ljubno auf eine Überraschung
Der Trainerstab rund um Diethart sieht die größte Aufgabe darin, Eder mental locker zu halten, damit sie dem selbst auferlegten Druck standhält. Neben der slowenischen Fahnenträgerin Prevc hat der Coach auch Abigail Strate aus Kanada und die Norwegerin Eirin Maria Kvandal auf der Rechnung. Kvandal reiste mit zwei Siegen von der Generalprobe in Willingen an und gilt als eine der härtesten Konkurrentinnen im Kampf um die vorderen Plätze.
Spezial-Einsatz für Kombiniererin Hirner
Neben Eder und der 21-jährigen Oberösterreicherin Julia Mühlbacher steht auch Lisa Hirner im Aufgebot. Die Steirerin erfüllt sich ihren Olympia-Traum als Überläuferin, da Frauen in der Nordischen Kombination weiterhin nicht startberechtigt sind. Hirner, die im Weltcup bereits einen Punkt bei den Spezialspringerinnen holte, kehrt nach den zwei Wochen in Predazzo wieder zu ihrer angestammten Sportart zurück. Die norwegische Dominatorin Gyda Westvold-Hansen verpasste hingegen die Qualifikation für das starke norwegische Sprung-Team.