Tier-Highlight

Wolfshund auf der Loipe: Besitzer melden sich zu Wort

19.02.2026

Der Teamsprint der Langläuferinnen bei Olympia 2026 sorgte für tierische Schlagzeilen. Wolfshund Nazgul büxte von zu Hause aus und lief in der Qualifikation kurzerhand hinter den Profis ins Ziel. 

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© gepa
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Während die Langläuferinnen in der Qualifikation um jede Sekunde kämpften, tauchte plötzlich der tschechoslowakische Wolfshund Nazgul auf der Strecke auf. Der Vierbeiner lief hinter Tina Hadzic aus Kroatien und der Griechin Konstantina Charalampidou durch das Ziel und löste dabei sogar die Lichtschranke aus.

Überraschung vor dem Fernseher

Die Besitzer des Hundes erfuhren erst durch Nachrichten von Freunden von dem prominenten Auftritt. Eigentlich waren sie gerade mit dem Bus auf dem Weg nach Antholz, um die Biathlon-Staffel der Frauen zu verfolgen. Nazgul sollte derweil brav im heimischen Garten warten. „Zunächst rechnete die Familie damit, dass es sich um einen sehr ähnlich aussehenden Vierbeiner handelte“, hieß es bei Eurosport Italien. Doch der Blick auf die TV-Bilder brachte die Gewissheit: Es war tatsächlich ihr Hund.

Flucht aus dem Garten

Offenbar war Nazgul aus dem Garten ausgebrochen und hatte sich eigenständig auf den Weg zum Rennen in Tesero gemacht. Dort sorgte er für Aufsehen, als er plötzlich im Zielraum auftauchte. FIS-Streckenchef Michel Rainer reagierte sofort auf den ungebetenen Gast. „Ich war oben in der Jury und als ich den Hund auf dem Bildschirm gesehen habe, bin ich sofort in den Zielbereich geeilt“, erklärte Rainer gegenüber Eurosport.

Sicheres Ende des Ausflugs

Der Streckenchef kümmerte sich persönlich um den Wolfshund und versuchte, ihn zu beruhigen. Er brachte das Tier schließlich sicher vom Veranstaltungsort weg. Mittlerweile ist Nazgul wieder wohlbehalten bei seiner Familie angekommen. Sein sportlicher Ausflug wird als einer der kuriosesten Momente dieser Winterspiele in Erinnerung bleiben.