Finale in Madrid
Sinner greift nach historischem Rekord gegen Angstgegner Zverev
01.05.2026In Madrid kommt es am Sonntag zum ultimativen Tennis-Showdown. Der Weltranglistenerste Jannik Sinner trifft im Finale des Masters-1000-Turniers auf den deutschen Sandplatz-Spezialisten Alexander Zverev.
Der topgesetzte Südtiroler Jannik Sinner und der Deutsche Alexander Zverev bestreiten am Sonntag (17.00 Uhr/Sport24-Liveticker) das Finale in Madrid. Sinner fertigte im Halbfinale den Franzosen Arthur Fils souverän mit 6:2, 6:4 ab. Zverev, der in der spanischen Hauptstadt bereits zweimal triumphieren konnte, setzte sich gegen den belgischen Überraschungsmann Alexander Blockx mit 6:2, 7:5 durch.
Historische Chance für den Dominator
Sinner steht vor einem Meilenstein, den selbst die Großen Drei nicht in diesem Alter erreichten. Mit 24 Jahren hat der Südtiroler nun bei jedem der neun Masters-1000-Events mindestens einmal das Finale erreicht – schneller als Djokovic, Nadal oder Federer. Sollte er Zverev schlagen, wäre es sein fünfter 1000er-Titel in Serie. Eine solche Siegesserie hat es in der Geschichte der ATP-Tour bisher noch nie gegeben.
Zverev kämpft gegen den Sinner-Fluch
Für Alexander Zverev geht es in der Caja Mágica auch um Wiedergutmachung. Der Weltranglistenzweite hat die letzten acht Duelle gegen Sinner allesamt verloren, zuletzt gab es eine bittere Pleite im Halbfinale von Monte Carlo. Dennoch hat der Deutsche gute Erinnerungen an Madrid: 2018 besiegte er hier den Österreicher Dominic Thiem im Finale. Auf Sand ist die Bilanz mit 2:1 für Sinner zudem deutlich ausgeglichener als auf anderen Belägen.
Dominanz in Zahlen ausgedrückt
Der Südtiroler feierte am Freitag seinen insgesamt 350. Matchsieg auf der Tour. Besonders beeindruckend ist seine aktuelle Formkurve mit 27 Siegen auf Masters-Ebene in Folge. Zverev hingegen spielt sein erstes Finale in dieser Saison und hofft, dass seine Erfahrung als zweifacher Madrid-Champion gegen den Final-Debütanten Sinner den Ausschlag gibt. Carlos Alcaraz, der Zverev 2022 im Finale schlug, fehlte diesmal verletzungsbedingt.