Tennis-Daumendrücken

Ofner & Misolic: Steirer-Mittwoch in Paris

27.05.2025

Am Mittwoch heißt's Daumendrücken für die Steirer Sebastian Ofner und Filip Misolic. Beide kämpfen um die 3. French-Open-Runde. ServusTV überträgt ab 12.30 Uhr live.

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© gepa
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Unsere Tennis-Asse haben am Montag ihre Erstrunden-Hürde in jeweils vier Sätzen genommen. Ofner kämpfte sich mit einem 7:6, 6:3, 6:7, 6:2-Sieg über Jan-Lennard Struff in Runde 2. Qualifikant Misolic schaltete den Chinesen Bu Yunchaokete mit 5:7, 7:6(3), 7:6(4), 6:1 aus.

Am Mittwoch bekommen es beide mit gesetzten Gegnern zu tun: Ofner (ATP-Nr. 108) mit dem Russen Karen Chatschanow (ATP-25) den er erst vergangene Woche in Genf in drei Sätzen niedergerungen hatte. Misolic (ATP-153) spielt erstmals gegen den Kanadier Denis Shapovalov, die Nummer 31 der Welt.

Paris guter Boden für Misolic und Ofner

Obwohl unsere Tennis-Steirer als klare Außenseiter in ihre Zweitrunden-Partien gehen, scheint alles möglich.

Erst recht bei Ofner, der in Paris vor zwei Jahren sein bisher einziges Achtelfinale bei einem Grand-Slam-Turnier erreicht hatte. Auch im Vorjahr stand Österreichs bester Tennisspieler beim Sandplatz-Höhepunkt der Saison in der 3. Runde. Da will der 29-Jährige aus Bruck an der Mur zum dritten Mal in Folge wieder hin. Noch vor einigen Monaten schien dies utopisch, war Ofner nach zwei Fersenoperationen nach fast sieben Monaten Pause auf die Tour zurückgekehrt.

Doch der Steirer hat sich erstaunlich schnell wieder in seine alte Form gespielt. Sein "geschütztes" Verletzungs-Ranking verhalf ihm in den Hauptbewerb der French Open, die Auftritte der vergangenen Wochen mit Siegen u.a. über Frances Tiafoe und Chatschanow sowie das Erreichen des Genf-Halbfinales zeigen: Ofner kann wieder im Konzert der Großen mitspielen.

Ofner: "Ich weiß, was auf mich zukommt"

Ofner erwartet nach seinem engen Drei-Satz-Erfolg über Chatschanow vergangene Genf-Viertelfinale ein ähnliches Match, nur eben über mögliche fünf Sätze. "Das war schon ein ganz gutes Level", meinte Ofner über seinen Auftaktsieg gegen Struff, er bringe ihm "sicher viel, vor allem für das nächste Match." Chatschanow spiele ähnlich wie Struff. "Ich weiß, was auf mich zukommt und dass ich über die volle Distanz ready sein muss und 100 Prozent geben muss. Der ist schon lange auf diesem Niveau und wird nicht irgendwann einmal wegbrechen."

Ofner liebt die Bedingungen in Paris, vor allem wenn es wärmer ist: "Ich finde auch die Bälle super, es ist doch ein bisserl zügiger. Da passt das Feeling von den Schlägen." Über seine Rolle als Österreichs Nummer 1 (seit dem Thiem-Rücktritt) meint Ofner: "Ich habe kein Problem damit, dass ich sozusagen das Vorbild bin in Österreich."

Misolic Außenseiter, aber Shapovalov auf Sand nicht unbezwingbar

Für Misolic ist die Ausgangslage gegen Shapovalov nicht ganz so gut. Allerdings hat der Kanadier auch schon bessere Tage gesehen. Der ehemalige Weltranglisten-10. hat zwar dieses Jahr schon das ATP-500-Turnier in Dallas auf Hartplatz gewonnen. Doch auf Sand hat der 26-Jährige in Monte Carlo, München und zuletzt Rom (gegen den Weltranglisten-154. Vilius Gaubas) jeweils zum Auftakt, in Madrid in Runde zwei verloren. Auch bei den French Open waren zwei Drittrunden-Teilnahmen in den vergangenen beiden Jahren seine beste Ausbeute.

Misolic sprach dennoch von einem "sehr, sehr schwierigen Gegner" und empfindet es als Ehre, gegen den gebürtigen Israeli mit russischen Wurzeln zu spielen. 

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