Masters-1000-Titel

Sinner demontiert Zverev im Madrid-Finale

03.05.2026

Der Südtiroler Jannik Sinner hat am Sonntag mit einem 6:1,6:2-Finalsieg gegen den Deutschen Alexander Zverev erstmals den Masters-1000-Titel von Madrid geholt und damit Tennis-Geschichte geschrieben. 

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Als Erster auf diesem obersten ATP-Level unter den Grand Slams holte er fünf Turniersiege in Folge. Davor hatte es Sinner in Madrid noch nicht in ein Endspiel geschafft. Im Head-to-Head erhöhte der Weltranglistenerste auf 10:4, es war sein neunter Sieg in diesem Duell en suite.

"Er (Zverev, Anm.) hat nicht sein bestes Tennis gespielt", sagte Sinner in seinem ersten Siegerinterview. "Ich bin mit dem Level, das ich spiele, aber sehr zufrieden. Noch so einen Titel zu gewinnen, bedeutet mir viel." Bei seinen jüngsten fünf Masters-1000-Titeln hat der Südtiroler nur insgesamt zwei Sätze abgegeben. "Da steckt viel Arbeit dahinter, man muss viele Opfer bringen. Es ist wichtig, dass ich weiter an mich glaube. Ich habe auch das richtige Team hinter mir. Das bedeutet für uns alle sehr viel."

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Sinner nun noch größerer Favorit bei French Open

Sinner hat nun 28 Masters-1000-Matchsiege aneinandergereiht, seine Erfolgsserie verläuft saisonübergreifend. Mit dem Finaleinzug hatte er es als insgesamt vierter Profi bei allen neun 1000er-Events zumindest einmal in das Endspiel geschafft. Die anderen drei sind der Serbe Novak Djokovic, der Spanier Rafael Nadal und der Schweizer Roger Federer - keiner aus dem Trio war beim Erreichen dieses Meilensteins wie Sinner aber erst 24 Jahre. Der ist nun noch größerer Favorit auf den French-Open-Titel, auch da Titelverteidiger Carlos Alcaraz verletzt passen muss.

Zverev hat den Titel in der spanischen Hauptstadt 2018 gegen Dominic Thiem und auch 2021 geholt, zudem stand er auch 2022 im Finale. Diesmal war er jedenfalls von Beginn an auf verlorenem Posten. Der für ihn so wichtige erste Aufschlag kam beim Olympiasieger nicht wie gewünscht, nach einem Doppelbreak gegen sich stand es rasch aus seiner Sicht 0:4. Zverevs Gamegewinn zum 1:5 wurde vom Publikum groß bejubelt, doch die Spieldauer des ersten Satzes von nur 25 Minuten war für den 29-jährigen Außenseiter ernüchternd.

Mit dem Aufschlag ging Zverev zwar im zweiten Satz 1:0 in Front, doch schon sein zweites Servicegame gab er ab. Danach hatte Sinner leichtes Spiel, nach 57 Minuten servierte er zu seinem 28. Titelgewinn auf der Tour aus. Es ist seine heuer vierte Trophäe, davor hatte er mit den Siegen in Indian Wells und Miami das Sunshine-Double fixiert sowie in Monte Carlo gewonnen. Seine Masters-1000-Erfolgsserie hatte Sinner im Vorjahr in der Halle von Paris begonnen. Gewinnt er nun auch in Rom, hätte Sinner alle 100er-Turniere zumindest einmal für sich entschieden.