Das sagt Superstar

Nach Termin-Chaos muss Hirscher 'schnell reagieren'

24.01.2019

Slalom in Kitzbühel schon am Samstag statt Sonntag - 'Man muss schnell reagieren'.

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Der in Kitzbühel vorgenommene Renntausch bringt auch einen Routinier wie Marcel Hirscher in die Situation, kurz darüber nachzudenken, was noch dringend erledigt werden muss. Jeder Woche ist im Leben des Salzburgers gut durchgeplant, so wäre freilich am Samstag der letzte finale Test geplant gewesen. Nun fährt er auf dem Ganslernhang um den Slalomsieg und die abendlichen Siegerehrung.

2007, als die Speedbewerbe in Kitzbühel ausfielen und zwei jeweils vom Schweden Jens Byggmark gewonnene Slaloms ausgetragen wurden, fand der Torlauf letztmals an einem Samstag statt. 2014 war der Slalom auf Freitag vorverlegt worden (Sieger Felix Neureuther), die Abfahrt blieb am Samstag. Bis zu 40.000 Zuschauer werden traditionell am Samstag in der Gamsstadt erwartet, sie müssen dieses Mal ein paar Meter weiter vom Zielstadion der Streif zum Ganslernhang pilgern.

"Es schmeißt schon auch für uns alles kurzfristig über den Haufen, aber es geht jedem Athleten gleich. Es dürfte kein Problem sein, aber man muss schnell reagieren. Wir geben einfach morgen Gas und schauen, dass wir schnell alles beinander haben", sagte Hirscher, der am Donnerstag in Kitzbühel während eines Medientermins seines Sponsors Raiffeisen die Nachricht erhielt. Testtage, Trainingstage, Konditionsprogramm, Relaxtage - Hirscher teilt alles genau ein, deshalb würfle so etwas auch alles ein bisschen durcheinander.

"Herausforderung für alle gleich"

Es sei eine Herausforderung, die man annehmen und bestmöglich meistern müsse. "Wer es am besten macht, der wird genauso dort wieder einen Vorteil haben und sich besser dabei verhalten." Jetzt wird der siebenfache Gesamtweltcupsieger den finalen Test, der für Samstag gedacht gewesen wäre, eben einen Tag früher machen. Der Fokus werde noch mehr auf Qualität statt Quantität gelegt. Der positive Aspekt sei der Tag mehr Pause zwischen Kitzbühel und Schladming (Dienstag).

Traditionell bereiten sich Österreichs Slalomfahrer abseits von Kitzbühel auf das Highlight vor, nun erfolgt die Anreise mit Freitag eben einen Tag früher. Hirscher versicherte: "Wir werden alle pünktlich da sein."

Und vielleicht etwas länger bleiben als sonst, denn nach dem Slalom sind die Hahnenkammrennen normalerweise immer beendet, so aber wartet am Samstagabend die große Siegerehrung vor Tausenden Zuschauern auf die Stangenspezialisten. "Das wäre natürlich cool und eine tolle Geschichte, aber das darf nicht vordergründig sein. Es würde mir Vollgas taugen, aber ob ich mir den Wunsch erfülle, dafür braucht es hier zwei gute Läufe." Und das war zuletzt ein bisschen so eine Sache, denn Hirscher war mit seinen ersten Durchgängen nicht immer zufrieden.

Trotzdem hält er bei neun Saisonsiegen und führt überlegen im Gesamtweltcup. Er werde bei den Heimrennen versuchen, die Formkurve weiterzuziehen. "Ob mir das gelingt, wird sich rausstellen. Mit den Klassikern Kitzbühel, Schladming, Garmisch ist soweit der Weltcup einmal abgeschlossen, dann beginnt die Weltmeisterschaft." Er wolle in den zehn Tagen ohne Wettbewerb noch einmal alles durchprüfen, durchgehen, durchtesten, damit er für die WM auch hundertprozentig gestellt sei.

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