Super-G
ÖSV-Pleite bei Blanc-Sieg in Crans-Montana
31.01.2026Lokalmatadorin Malorie Blanc gewinnt sensationell den Super-G in Crans-Montana.
Malorie Blanc hat im letzten Rennen vor den Olympischen Spielen ihren ersten Sieg im Ski-Weltcup gefeiert. Die 22-Jährige verwies im Super-G von Crans-Montana die Italienerin Sofia Goggia auf den zweiten Platz und sorgte somit bei ihrem Heimrennen im Kanton Wallis für den ersten Speed-Sieg der Schweizer Frauen in dieser Saison. Dritte wurde am Samstag Abfahrts-Weltmeisterin Breezy Johnson aus den USA. Für die Österreicherinnen lief es bei Top-Bedingungen nicht wunschgemäß.
Als ÖSV-Beste kam Ariane Rädler (+0,61 Sek.) auf Platz sieben, unmittelbar dahinter hielten sich auch Cornelia Hütter (+0,64) und Mirjam Puchner (+0,72) in den Top zehn. Julia Scheib war in ihrem vierten Weltcup-Super-G im oberen Abschnitt sogar schneller als Blanc, landete schließlich auf Rang 21 (+1,39). Direkt vor ihr war Teamkollegin Nina Ortlieb (+1,38) eine Hundertstel schneller.
Der Sieg von Blanc war für die Schweizer in doppeltem Sinn Balsam auf der Seele. Bei einem Großbrand in einer Bar in Crans-Montana waren in der Silvernacht 40 Menschen ums Leben gekommen und über 100 verletzt worden. Blanc ist im durch Verletzungen (u.a. von Lara Gut-Behrami) und Formkrisen geschwächten Frauen-Speed-Team nun das heißeste Eisen - dass die Walliserin ausgerechnet bei ihrem Heimrennen zuschlägt, war aber nicht unbedingt abzusehen.
Blanc froh wegen "Show"
"Ich bin so froh, dass ich diese Show gezeigt habe. Es ist wirklich ein Geschenk für die Leute, für ihre Unterstützung, und das bedeutet sehr viel für mich", meinte sie im ORF-Interview. Das Rennen vor dem Heimpublikum habe ihr einen Push gegeben, führte Blanc aus. "Ich liebe diese Strecke, ich liebe die Leute hier."
Wirklich gefährlich wurde ihr bei der Olympia-Generalprobe vor allem die Italienerin Laura Pirovano, die auf dem Weg zur Bestzeit zu viel riskierte und vom Kurs abkam. Goggia, der 18 Hundertstelsekunden auf den Sieg fehlten, riss oben zu viel Rückstand auf. Ihre Landsfrau Federica Brignone wurde bei ihrem Speed-Comeback nach langer Verletzungspause 18. Die Deutsche Emma Aicher schied aus und ließ damit für den Gesamtweltcup wichtige Punkte liegen.
Vonn nicht dabei
Nicht im Starthaus stand Lindsey Vonn, die sich in der Abfahrt am Samstag bei einem Sturz verletzt haben dürfte. Über ihren Gesundheitszustand gibt es weiter keine gesicherten Informationen. In den sozialen Medien schrieb die 41-Jährige, dass sie weiter um die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Cortina kämpfe.