Nach Ortlieb-Aussagen

Schröcksnadel legt nach: ''Lasse ich mir sicher nicht gefallen''

11.01.2023

Das Oe24.TV-Team besuchte Peter Schröcks­nadel in Hinterstoder.

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Oe24.TV: Herr Präsident, können Sie uns sagen, was in unserem Ski-Team falsch läuft?

Peter Schröcksnadel: Ich hab mich zu Wort gemeldet, weil Herr Ortlieb die früheren Zeiten kritisiert und das quasi als Sauhaufen bezeichnet hat (Anm. was Ortlieb bestreitet). Da hab ich mich veranlasst gesehen, dazu etwas zu sagen.

Oe24.TV: Patrick Ortlieb galt ja lange als Favorit für Ihre Nachfolge ...

Schröcksnadel: ... richtig ...

Oe24.TV: ... und jetzt haben Sie gesagt, dass es vielleicht besser ist, wenn er in seinem Hotel am Arlberg in der Küche aushilft. Wie das?

Schröcksnadel: Ich hab bei euch gelesen, dass er keine Zeit hat, weil er in der Küche aushelfen muss, weil die Köche krank sind. Da hab ich gesagt: Wenn man nicht einmal in der Lage ist, sein eigenes Hotel zu managen, dass ich selber in der Küche stehen muss, dann wär’s gscheiter, er bleibt in der Küche, wenn er keine Zeit hat, und er lässt den Skiverband bleiben.

Oe24.TV: Dabei ist Ortlieb als Finanzreferent mehr oder weniger an führender Stelle ...

Schröcksnadel: Er ist für den Alpinsport verantwortlich, und nicht nur für die Finanzen. Als solcher hat er es in der Hand, das Team entsprechend anzusprechen und zu managen. Wie er das jetzt tut, ist seine Sache. In jedem Fall ist ihm ein sehr gutes Team übergeben worden. Die Crew war ja noch bei den Olympischen Spielen sehr erfolgreich. Da kann man doch nicht sagen: "Das war ein Sauhaufen", das lass ich mir sicher nicht gefallen.

Oe24.TV: Jetzt stehen wir kurz vor einer WM. Blutet Ihr Herz nicht, wenn Sie sehen, dass vieles im Argen liegt?

Schröcksnadel: Ich kritisiere weder Verband noch die Trainer. Mir ging es nur um die ­Aussagen von Herrn Ortlieb, der auch kritisiert, dass unsere Entourage zu groß wäre usw. Es ist seine Angelegenheit, wie er das jetzt managt. Damit auch jetzt wieder Erfolg einkehrt, muss intern Ruhe einkehren. Hauptthema ist, dass man die Athleten unterstützt.

Oe24.TV: Haben Sie die Auswechslung der Führungs-Crew beobachtet?

Schröcksnadel: Natürlich. Herr Puelacher (Ex-Herrenchef, d. Red.) ist in Deutschland, Mitter (Ex-Damenchef) in Norwegen, und beide sind Erfolgreich. Patrick Riml ist wieder in den USA. Toni Giger (Ex-Entwicklungschef, d. Red.) ist bei Herrn Hirscher. Natürlich entsteht eine Lücke, wenn die Führungscrew weg ist. Man kann nicht annehmen, dass nach so einem Aderlass alles reibungslos funktioniert. Das dauert seine Zeit.

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