Riesenvorfreude

Semmering brennt auf Veith-Comeback

26.12.2016

Technikerinnen wieder am Semmering - Veith gibt Comeback.

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Vier Jahre nach dem bisher letzten Ski-Rennen am Zauberberg verwandelt sich der Semmering wieder zur begeisterungsfähigen Weltcup-Arena. 2016 stehen an drei aufeinanderfolgenden Tagen sogar drei Rennen auf dem Programm. Den Anfang macht der erste Riesentorlauf am Dienstag (9.45/13.00 Uhr, live ORF eins und im oe24-LIVE-TICKER). Dominiert werden die Schlagzeilen vom Comeback Anna Veiths.

433 Tage nach ihrem folgenschweren Trainingssturz in Sölden vor dem Auftakt zur Weltcup-Saison 2015/16 fühlt sich die Olympiasiegerin bereit, wieder ins Geschehen einzusteigen. An den Semmering hat Veith gute Erinnerungen: Am 28. Dezember 2012 gewann die Salzburgerin am Zauberberg den Riesentorlauf und feierte ihren zweiten Weltcupsieg.

+++Klammer: Erwartet euch nicht zu viel von Anna+++

ÖSV-Damen immer stark am Semmering
Die Österreicherinnen sind an der Grenze zwischen Niederösterreich und der Steiermark ohnehin eine Macht. Seit den ersten beiden Weltcup-Slaloms am Semmering kurz vor dem Jahresende 1995 brachten es die ÖSV-Technikerinnen in 20 Rennen auf acht Siege und sind damit die mit Abstand erfolgreichste Nation (vor Schweden mit drei, Italien und Kroatien je zwei). Allein Marlies Schild gewann zwei Slaloms und einen Riesentorlauf, Kathrin Zettel holte vor Heimpublikum zwei Siege.

Im Riesentorlauf scheint die Leistungsdichte bei den Damen in diesem Weltcup-Winter am höchsten zu sein. Während es in den übrigen Disziplinen jeweils nur eine Siegerin gab (Abfahrt: Ilka Stuhec, Super-G: Lara Gut, Slalom: Mikaela Shiffrin, Kombination: Stuhec), waren es hier immerhin zwei mit Gut und Tessa Worley. Die Französin setzte sich zuletzt in Killington und Sestriere durch. Bestes ÖSV-Resultat war der vierte Platz von Stephanie Brunner in Sölden, wo Gesamtweltcup-Titelverteidigerin Gut gewann.



Ist Brunner unser heißestes Eisen?
Brunner blickt nach der kurzen Weihnachtspause mit großer Vorfreude auf die Einsätze am Semmering. "Ich habe die Zeit gut genützt, es war sehr fein, und jetzt kann ich wieder voll Gas geben. Ich freue mich jetzt, dass wir die Rennen in Österreich haben. Zu Hause bin ich immer gut dabei", meinte die Tirolerin. Am Montag absolvierten die ÖSV-Damen auf der Reiteralm bzw. in Obdach noch ein letztes Training.

Ein "echtes" Heimrennen wartet am Semmering auf die Niederösterreicherinnen Katharina Huber und Katharina Gallhuber. "Das wird mein erstes richtiges Heimrennen. 2012 bin ich als Vorläuferin gefahren. Da war eine Megastimmung und auf die freue ich mich richtig", sagte die aus Göstling an der Ybbs stammende Gallhuber, die wie Brunner für alle drei Bewerbe nominiert ist. "Die Piste ist eisig, hart und es ist ein schwieriger, anspruchsvoller Hang. Ganz das, was mir taugt."

Auch Huber aus St. Georgen am Reith, direkt neben Göstling gelegen, schaffte den Sprung von der Semmering-Vorläuferin vor vier Jahren in den ÖSV-Kader. "Ich habe mir damals schon gedacht, dass ich gerne mal bei diesem Heimrennen als Läuferin am Start stehen möchte. Ich bin voll motiviert und freue mich echt darauf. Zuschauer kommen auch einige direkt aus meinem Heimatort", erzählte die 21-Jährige, die nur beim Nachtslalom am Donnerstag im Einsatz sein wird. "Wir haben letzte Woche noch am Rennhang trainiert, die Piste ist wirklich sehr gut präpariert."

Die Wetterprognosen stellen deutlich kältere Temperaturen ab Dienstag, lebhaften Wind und sogar etwas Neuschnee in Aussicht. Für die Weltcup-Panorama-Piste sei das aber kein Problem, versicherte OK-Chef Franz Steiner. Die Anreise solle sowohl per Bahn als auch mit dem Pkw problemlos funktionieren. Entlang der S6 stehen zusätzliche Parkplätze sowie ein kostenloser Shuttle-Service zur Verfügung. Der Eintritt zum Rennen am Dienstag, das als Ersatz für den Courchevel-Riesentorlauf ins Programm aufgenommen wurde, ist kostenlos.

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