Slalom in Hafjell

Shiffrin-Show bringt noch keine Kugel - Blech-Pech für Truppe

24.03.2026

Trotz des erneut überlegenen Sieges von Mikaela Shiffrin ist die Entscheidung um die große Kristallkugel auf Mittwoch verschoben. Die ÖSV-Frauen enttäuschten, weil das Podest bereits im ersten Durchgang verpatzt wurde.

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© Alain Grosclaude/Agence Zoom
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Die Deutsche Emma Aicher (+1,36) hätte schlechter als Vierte werden müssen, damit die US-Ski-Queen bereits vor dem Riesenslalom am Mittwoch die Weltcup-Kristallkugel fix hat. Die 22-Jährige schaffte es als Dritte aber sogar aufs Podest. Damit spürt Shiffrin die Deutsche auch weiterhin im Nacken, wie sie vor dem Rennen gestand. Die Slalom-Kugel kann sie aber zum neunten Mal ihr Eigen nennen.

Katharina Truppe enttäuschte im ersten Durchgang, brannte im zweiten aber einen Top-Lauf in den Schnee und beförderte sich damit noch auf den vierten Platz (+1,67) - es war das vierte Mal auf Blech in dieser Saison. Zweite wurde die Schweizerin Wendy Holdener (+1,32).

 



 

"Es ist natürlich cool, dass ich bis zum letzten Lauf Nerven zeigen kann. Ich bin zufrieden, egal wie es endet. Ich will einfach Skifahren und Spaß haben", gab sich Aicher gewohnt gelassen. In ihrer schwächsten Disziplin, dem Riesentorlauf, bräuchte es nun zwingend einen Sieg.

Shiffrin freute sich primär über die kleine Kugel: "Das ist ein Zeichen für die Arbeit meines Teams, in dieser Saison, aber auch in den letzten drei Jahren. Mit meinen Verletzungen, es ist so viel Arbeit bei so vielen Personen." Doch nun richtet sich der Blick auf Mittwoch, noch braucht es nämlich auch viel Arbeit, betonte sie: "Ich fühle mich noch nicht sicher, alles kann passieren. Es ist eine Ehre, gegen eine anzutreten, die in so vielen Disziplinen so gut fährt."

Truppe: "Definitiv meine beste Saison"

Truppe war aber sichtlich happy mit ihrem Ergebnis: "Ja sicher ist es ärgerlich, ich habe es definitiv im ersten vergeben. Ich nehme aber lieber viermal den vierten als fünfmal den 15. Der Vierte ist gut, nehmen wir mit, ich bin happy." Auch ihre Saison-Bilanz fällt durchweg positiv aus: "Die Konstanz passt und daher war es eine gute Saison. Definitiv meine beste Saison bis jetzt. Jetzt machen wir einmal heuer fertig, dann machen wir Urlaub und danach reden wir über nächste Saison. Davor werden die Ski einmal ganz weg gestellt."

Katharina Huber war nach dem ersten Lauf nur 20. und konnte auch im zweiten nicht darauf aufbauen (+4,18). Die 30-Jährige war mit dem Ergebnis nicht zufrieden: "Sicher nicht das, was ich mir vorgenommen hab." Allerdings meinte die Olympia-Siegerin der Kombination auch: "Mit dem Olympia-Sieg hab ich jubeln dürfen, aber das hat auch Kräfte gekostet. Ich merke, es ist schwer, die Spannung aufzubauen." Auch wenn dieser aufbauend war, zufrieden ist sie mit der Saison nicht: "Nichtsdestotrotz in meiner Spezial-Disziplin, dem Slalom, bin ich nicht ganz zufrieden, es war zu viel Auf und Ab, wenig Konstanz."