Double-Chance
Kriechmayr und Haaser wollen Super-G-Podest
13.03.2026Vincent Kriechmayr hat die historische Abfahrts-Durststrecke des ÖSV beendet. Nach seinem emotionalen Sieg in Courchevel greift der Oberösterreicher am Samstag im Super-G nach dem nächsten Triumph.
Vincent Kriechmayr startet am Samstag (11:00 Uhr/live ORF 1 & Sport24-Liveticker) mit breiter Brust in den ersten von zwei Super-G-Bewerben in Courchevel. Nach seinem knappen Abfahrtssieg am Freitag, bei dem er neun Hundertstel vor Giovanni Franzoni blieb, ist der Druck von den ÖSV-Speed-Herren abgefallen. Kriechmayr beendete damit eine dreijährige Sieglos-Serie des Teams in der Abfahrt und schloss einen Kreis, der 2023 am selben Ort begann.
Odermatt trotz Kugel-Gewinn hungrig
Superstar Marco Odermatt, der sich am Freitag vorzeitig die kleine Kristallkugel in der Abfahrt sowie den fünften Gesamtweltcup-Sieg in Serie sicherte, bleibt der größte Widersacher. Der Schweizer landete in der Abfahrt mit 0,31 Sekunden Rückstand auf Rang drei und kämpfte sichtlich mit den extrem warmen Bedingungen im unteren Streckenteil. Für den Super-G am Samstag wird das richtige Set-up bei den frühlingshaften Temperaturen erneut zur entscheidenden Schlüsselfrage.
ÖSV-Team im Aufwind
Neben Kriechmayr strotzt vor allem Raphael Haaser vor Selbstvertrauen, nachdem er als Fünfter das beste Abfahrtsergebnis seiner Karriere einfuhr. Auch Daniel Hemetsberger, der unmittelbar hinter Haaser auf Platz sechs landete, brennt auf den Super-G, um die 64 Hundertstel Rückstand auf das Podest diesmal wettzumachen. Beide wollen den Schwung aus der Abfahrt nutzen, um das österreichische Mannschaftsergebnis am Samstag noch einmal zu toppen.
Kriechmayr spielt mit Rücktrittsgedanken
Trotz seines 20. Weltcupsiegs lässt der 34-jährige Kriechmayr seine Zukunft über die Saison hinaus offen. Der Erfolg in Courchevel mache zwar mächtig Spaß und könnte seine Entscheidung noch einmal kippen, doch momentan genieße er einfach nur den Augenblick. Ein starkes Ergebnis im Super-G, in dem er bereits im Dezember in Beaver Creek triumphierte, wäre ein weiteres Argument für eine Fortsetzung der Karriere.