Nach verpasstem Gold

'Erster Verlierer': Das sagt Hirscher

15.02.2019

Hirscher will im Slalom wieder ganz oben stehen.

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"Super-Elch" Henrik Kristoffersen ist neuer RTL-Weltmeister und entthront Marcel Hirscher. Hirscher zeigte sich als fairer Verlierer und war nur kurz enttäuscht. Er richtete den Blick gleich auf Sonntag, wo er im Slalom zurückschlagen will.

Hier alle Reaktionen der Medaillengewinner und der ÖSV-Läufer via ORF:

Henrik Kristoffersen (NOR/Gold): "Von der ersten Zwischenzeit bis unten war es voll am Limit. Es ist ein Jahr nach dem letzten Sieg, 2015 war der letzte Riesentorlauf-Sieg in Meribel. Wir haben seitdem alle so viel gearbeitet für diesen Sieg gegen die 'odds'. Der Sieg ist für dieses Team. Ich bin im Ziel mehr nervös als am Start. Unten kann ich nur warten. Es ist wirklich cool, wenn man am Stockerl mit Marcel und Alexis steht. Sie waren die zwei besten Riesentorläufer der letzten Jahre."

Marcel Hirscher (AUT/Silber): "In Anbetracht der Umstände ist das heute gewaltig. Ich muss ich sehr zufrieden sein. Zweiter Platz ist aber auch erster Verlierer und hilft mir nicht weiter. Aber es ist sicher mehr als das Maximum rausgeholt worden. Ich muss sagen, es passt. Aber natürlich hätte ich gerne meinen Titel verteidigt. Die Erkrankung ist beim Fahren auf keinen Fall eine Ausrede. Sicher ist so eine Vollbelastung nicht super, ich hoffe, ich kann am Sonntag im Slalom wieder voll angreifen. Zumindest gehe ich nicht davon aus, dass es wieder schlechter wird. Ich bin happy, dass ich am Start war und es so runterbekommen habe. Irgendwann morgen werde ich mich sicher auch freuen. Das mit Henrik war zu erwarten und hat mich nicht überrascht. Er hat das mit Bravour gemeistert und verdient gewonnen. Er war so oft Zweiter, heute ist er Erster. Das ist sicher eine große Genugtuung und passt auch so. Wenn man zwei Zehntel sucht, wird man die sicher finden, das bringt aber nichts. Ein Nackler zu viel ist zweiter Platz, so eng ist das beieinander. Aber wir haben eine Medaille. Summa summarum, waren wir mannschaftlich okay, ich bin echt froh, dass es so runtergebracht habe."

Alexis Pinturault (FRA/Bronze): "Ich bin sehr glücklich. Im Riesentorlauf bin ich noch ein bisschen hinter Hirscher und Kristoffersen, die beiden waren besser. Ich war nicht imstande, wirklich um den Sieg zu kämpfen und muss mich noch steigern. Vielleicht war ich auch schon ein bisschen zu müde. Es war ein toller Kampf mit den beiden. Wir versuchen, unsere Grenzen immer weiter hinauszuschieben, das ist gut für ganzen Skisport."

Marco Schwarz (AUT/5.): "Ich habe bei der Besichtigung gesehen, dass man im Mittelteil voll ans Limit gehen muss. Das habe ich gemacht und es hat sich ausgezahlt. Im zweiten Durchgang hat die Piste weniger nachgelassen, ich bin sehr zufrieden. Ich habe Marcel nichts gefunkt. Er kann eh im Fernsehen sehen, dass man im Mittelteil voll ans Limit gehen muss."

Stefan Brennsteiner (AUT/9.): "Ich war im zweiten knapp am Einfädler und drauf und dran, es Roland nachzumachen. Gottseidank ist der Ski auf die richtige Seite gesprungen. Mein Lauf war von Fehlern geprägt."

Manuel Feller (AUT/15.): "Der Lauf hat nichts Anderes offengelassen, so ist es dahingegangen. Mit sauber Fahren kriegst du eine Vollklatsche. Ich habe mein Bestes gegeben heute. Ich kann nicht böse sein, habe alles probiert, ich tue mir hier immer schon schwer, habe nicht mein bestes Skifahren gezeigt. Ich hoffe, es geht im Slalom besser."

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