Oberstdorf 2021

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22.02.2021

Skispringer und Kombinierer ÖSV-Medaillenhoffnungen - Stadlober im Langlauf wieder rot-weiß-rote Alleinunterhalterin.

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Das Präsidium des Österreichischen Skiverbands hat Samstagabend auf Vorschlag der sportlichen Leitung seinen Kader für die Nordischen Weltmeisterschaften vom 23. Februar bis 7. März in Oberstdorf nominiert. Österreich wird bei den 53. Welt-Titelkämpfen im Allgäu mit insgesamt 28 Athleten vertreten sein. Zwölf davon sind Frauen, 16 sind Männer.
 
Die größten Hoffnungen im ÖSV-Kader ruhen auf Marita Kramer, Stefan Kraft und Johannes Lamparter. Wie schon für die Heim-WM 2019 in Seefeld erneut nicht aufgeboten wurde Skisprung-Weltcup-Rekordsieger Gregor Schlierenzauer. Alle wichtigen Bewerbe der WM mit ÖSV-Medaillenchancen können Sie wie gewohnt im Sport24-LIVE-Ticker mitverfolgen.
 
Erstmals im Kampf um WM-Gold, -Silber und -Bronze mit von der Partie sind die Kombiniererinnen, die erst im vergangenen Dezember in der Ramsau ihren bisher einzigen Weltcup bestritten haben. Der ÖSV schickt vier Damen nach Deutschland.
 

Der Kader des ÖSV für die Nordische WM in Oberstdorf:

SKISPRINGEN

Damen (5): Chiara Hölzl (S), Daniela Iraschko-Stolz (St), Marita Kramer (S), Eva Pinkelnig (V), Sophie Sorschag (K)
 
Herren (6): Philipp Aschenwald (T), Manuel Fettner (T), Michael Hayböck (OÖ), Jan Hörl (S), Daniel Huber (S), Stefan Kraft (S)
 

NORDISCHE KOMBINATION 

Damen (4): Lisa Hirner (St), Sigrun Kleinrath (OÖ), Claudia Purker (S), Annalena Slamik (T)
 
Herren (6): Martin Fritz (St), Lukas Greiderer (T), Thomas Jöbstl (K), Lukas Klapfer (St), Johannes Lamparter (T), Mario Seidl (S)
 

LANGLAUF

Damen (3): Teresa Stadlober (S), Lisa Unterweger (St), Barbara Walchhofer (S)
 
Herren (4): Michael Föttinger (S), Benjamin Moser (T), Lukas Mrkonjic (S), Mika Vermeulen (St)
 

Oberstdorf freut sich auf großen Sport

Fünf Anläufe hatte es gebraucht, ehe Oberstdorf 2016 zum gesamt dritten Mal nach 1987 und 2005 Nordische Ski-Weltmeisterschaften zugesprochen bekommen hat. Die Erinnerungen an die Titelkämpfe vor nunmehr 16 Jahren mit an die 350.000 Zuschauern an den Loipen und Schanzen haben ein weiteres rauschendes Fest versprochen. Corona-bedingt wird der Saisonhöhepunkt der Skispringer, Kombinierer und Langläufer nun aber ein weiterer Event ohne Fans. Großer Sport ist dennoch zu erwarten.
 
Die Weltcup-Saison konnte bis dato in allen Sparten weitgehend wie geplant durchgezogen werden, bloß die Kombiniererinnen durften vor ihrer WM-Premiere nur einmal um Weltcup-Punkte laufen und springen. Die Konkurrenz der Frauen-Kombination ist einer zweier neuer Bewerbe im WM-Programm, der andere ist das Einzel-Springen der Frauen von der Großschanze. Damit wurde im Vergleich zu den Weltmeisterschaften 2019 in Seefeld um zwei Medaillenentscheidungen von 22 auf 24 aufgestockt.
 
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Die rund 700 erwarteten WM-Athleten müssen auf dem Weg zu den ersehnten Medaillen diesmal einiges auf sich nehmen, Corona-Tests etwa stehen auf der Tagesordnung. Durch die Corona-Mutationen hat sich die Lage im WM-Vorfeld weiter verschärft. Die Tiroler im ÖSV-Team durften sich zumindest zehn Tage vor der Anreise in das in einem langen Corona-Lockdown befindliche Deutschland nicht in ihrer heimatlichen Umgebung auf die Titelkämpfe vorbereiten.

ÖSV rechnet mit einigen Medaillen

Im Lauf des Winters hat aber auch das rot-weiß-rote Team gelernt, sich ständig wechselnden Bestimmungen und Rahmenbedingungen anzupassen. Es sollten doch einige Medaillen den Weg ins ÖSV-WM-Quartier im Kleinwalsertal finden, durch die Skispringer und womöglich die Kombinierer. Im Langlauf käme ein Podestplatz von Teresa Stadlober nach den bisherigen Saisonleistungen hingegen einer Sensation gleich, auch wenn die Salzburgerin ein wochenlanges WM-Training hinter sich hat.

Ins Skisprung-Lager fielen die einzigen österreichischen Einzel-Weltcupsiege dieses Winters, für alle drei sorgte Marita Kramer. In den jüngsten vier Weltcup-Konkurrenzen wurde die Salzburgerin allerdings einmal bei der Materialkontrolle disqualifiziert, zweimal - vergangene Woche in Rasnov - wurde ihr das Antreten wegen einer unklaren Corona-Testlage verwehrt. Den routinierten Athletinnen Daniela Iraschko-Stolz und Eva Pinkelnig als beim Comeback in Rasnov zweimal Siebente ist auch etwas zuzutrauen.

Huber und Kraft als Medaillenkandidaten

Die übrigen beiden ÖSV-Weltcupsiege gab es in Skisprung-Teambewerben bei den Männern. Hier wie auch im Frauen- und im Mixed-Teambewerb könnte Zählbares herauskommen. In den beiden Einzelkonkurrenzen ist aktuell wohl nur Stefan Kraft im Kreis der Podestanwärter, nach schwierigem Saisonauftakt etablierte sich der Salzburger seit der Vierschanzentournee im Vorderfeld. Zwei Weltcup-Einzelpodestplätze bringt Daniel Huber in die WM mit.
 
In der Kombination überzeugte im Saisonverlauf primär der erst 19-jährige Johannes Lamparter. Nur einmal kam der Junioren-Weltmeister nicht in die Top Ten bzw. beim Saisonauftakt dem norwegischen Saisondominator Jarl Magnus Riiber als Zweiter bis auf eine Sekunde nahe. Mit zwei dritten Rängen hat auch sein engerer Landsmann Lukas Greiderer sein Podest-Potenzial bewiesen. Lamparter/Greiderer sind auch für den Teamsprint chancenreich, ebenso im Teambewerb. Bei den Frauen ist Lisa Hirner die ÖSV-Hoffnung.

International sind die Deutschen in allen Skisprung-Teambewerben Titelverteidiger. Bei den Lokalmatadoren lief es zuletzt auf den Schanzen aber nicht ganz nach Wunsch. Ganz anders Riiber, der Weltcup-Leader absolvierte zudem zuletzt eine gezielte WM-Vorbereitung. Im Langlauf gab es 2019 nur skandinavische WM-Siege, diesmal ließen im WM-Vorfeld Norweger und Co. etliche Rennen aus. Die Herausforderer führen die Weltcupführenden Alexander Bolschunow (RUS) und Jesie Diggins (USA) an.

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