Großschanze

Morgi will wieder Gold holen

19.02.2010

Thomas Morgenstern (23) kann auf der Großschanze seinen Olympiasieg von Turin 2006 wiederholen. „Morgi“ glaubt fest an sich.

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Es war eine Sternstunde des heimischen Skisprung-Sports: Am 18. Februar 2006 segelte Thomas Morgenstern in Pragelato auf 140 Meter hin- unter und kürte sich zum bisher jüngsten österreichischen Olympiasieger überhaupt.

Blau lackiert
Vier Jahre später will es der mittlerweile 23-jährige Kärntner wieder wissen – heute (20.30 Uhr) beim Bewerb auf der Großschanze. Mit dabei ist – neu in Blau lackiert – auch sein Siegeshelm von damals. Nach Rang acht auf der Normalschanze in Whistler will „Morgi“ diesmal wieder so richtig durchstarten. „Ich fühle mich sehr gut, große Schanzen liegen mir offenbar mehr“, sagt unsere Gold-Hoffnung.

In vollen Zügen
Morgenstern genießt die Olympia-Atmosphäre in vollen Zügen. „Es sind überall die fünf Ringe zu sehen, auf der Startnummer sind keine Sponsoren – das macht es, glaube ich, auch aus. Ich finde es cool, dass es die Spiele nur alle vier Jahre gibt, so bleibt es etwas Besonderes.“

Wie sehr sich Morgenstern seit dem großen Triumph 2006 verändert hat, kann er nur schwer sagen. „Ich bin auf jeden Fall reifer geworden und habe Erfahrung gesammelt. Aber ich bin nach wie vor bodenständig.“ Und die Erinnerung an jenen Moment, als er in Pragelato ganz oben auf dem Podest stand, ist noch immer taufrisch. „Ich würde so was gerne noch einmal erleben.“

Nicht zum Grinsen
Heute hat „Morgi“, der viel Halt von seiner Freundin Kristina bekommt, die Gelegenheit dazu. „Ich kann es schaffen“, zeigt er sich selbstbewusst. Nicht immer war dem Kärntner zuletzt zum Grinsen zumute. Schwer zu schlucken hatte er mit dem kometenhaften Aufstieg von Gregor Schlierenzauer. „Natürlich war es nicht einfach für mich“, gesteht Morgenstern. „Ich habe trotzdem ständig hart weitergearbeitet.“ Im letzten Jahr lief es nicht nach Wunsch. Unvergessen das WM-Drama auf der Normalschanze, als „Morgi“ eine Einzelmedaille fast schon in Händen hielt, im zweiten Durchgang aber stürzte. Daran will der 23-Jährige heute keinen Gedanken verschwenden.

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