Olympia-Bronze

Zeit-Panne kostete Görgl Gold

26.02.2010

Start der Steirerin verzögerte sich - und dann war der Nebel schon da.

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© GEPA
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Als ob das Nebel-Theater vom Vortag nicht nervenaufreibend genug gewesen wäre. Auch gestern Früh hing der Nebel in Teilen der Damen-Strecke. Doch rechtzeitig vor dem Start zum 2. Lauf klarte es auf, und es sah schon danach aus, als könnten die Veranstalter eine faire Entscheidung durchpeitschen. Eine Läuferin nach der anderen rauschte ins Ziel. „Sicht okay, keine Probleme“, funkten die Betreuer Richtung Start.

Plötzlich fiel die Zeitnehmung aus
Bis 9.49 Uhr Ortszeit (bei uns 18.49 Uhr). Auf der Strecke ist die Finnin Tanja Poutiainen. Nicht nur Millionen Zuschauer vor den TV-Geräten suchen plötzlich vergeblich nach der eingeblendeten Zeit. Auch Pouitiainen weiß im Ziel nicht, wie schnell sie war. Das Rennen wird unterbrochen. Am Start wartet Anja Pärson. Piep-piep-piep – das wäre ihr Start, doch sie darf nicht raus.

Ausgerechnet im wichtigsten Rennen des Jahres so eine Panne! ÖSV-Alpindirektor Hans Pum schüttelt im Zielraum den Kopf: „Sehr professionell ist das nicht!“ Vier Minuten dauert es, bis die Omega-Zeitnehmung wieder funktioniert.

Schlechte Sicht vor unseren Top-Läuferinnen
Dann geht das Rennen endlich weiter. Die nächste Nebelfront kündigt sich an. Die Deutsche Vicky Rebensburg, die spätere Sensations-Olympiasiegerin, hat das Glück, dass sie vor den Top-5 fahren darf und noch eine hervorragende Sicht genießt. Auch Tina Maze (Silber) kommt noch ohne Probleme durch.

Danach wird es minütlich schlechter. Eva-Maria Brem (4. nach dem 1. Lauf) wird durchgereicht. Kathrin Zettel (Halbzeit-Dritte) kämpft verzweifelt und schrammt als Fünfte an einer Medaille vorbei. „Bei dieser Sicht ist einfach nichts mehr gegangen“, schimpfte die gescheiterte Favoritin. „Vielleicht nehme ich den Ärger in den Slalom (Freitag, d. Red.) mit.“ Aber was soll Lizz Görgl, die als Letzte ins Rennen gegangen war, sagen? „Nur“ Bronze – ein Wimpernschlag hinter Gold. Mit einer Sensationsfahrt im unteren Teil kam sie bis auf 14 Hundertstel an Gold heran.

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