Olympia 2016

Durchfall & Blut: Mega-Drama um Franzosen

19.08.2016

Paradedisziplin wurde für Weltrekordler zum olympischen Horror.

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© Reuters
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Yohann Diniz war gezeichnet. Nicht bloß von den Strapazen der 50 Kilometer. Bei den Olympischen Spielen lag Frankreichs Geher-Star souverän in Führung. Bis nach 2:39 Stunden plötzlich sein Magen verrücktspielte.

Er machte sich in die Hose und versuchte das Elend mit nassen Schwämmen immer wieder zu beseitigen. Von Durchfall geschwächt stand er mehrmals vor der Ohnmacht. Er lief sich wund, verlor die Führung, aber biss auf die Zähne.

Trotz Pausen kämpfte er sich als Achter über die Linie - im wohl schlimmsten Rennen seiner Karriere. Es war die Fortsetzung seiner persönlichen Olympia-Tragödie.

Er war der große Favorit

2008 musste er aufgeben. Vier Jahre später wurde er in London disqualifiziert, weil er bei Kilometer 38 dehydriert an einer Streckenbegrenzung gestürzt war, sich außerhalb der Verpflegungszone eine Flasche Wasser genehmigte.

In Rio platzte sein Gold-Traum endgültig: Dabei gewann der 38-Jährige 2014 in Zürich den EM-Titel, verbesserte den Weltrekord über 50 Kilometer auf 3:32:33 Stunden und war großer Favorit.

Gold ging an den slowakischen Weltmeister Matej Toth. Silber schnappte sich Jared Tallent (AUS), Bronze der Japaner Hirooki Arai.

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